Reuß-Burgk

  • Reuß-Burgk
  • seit 1596 bestehend
  • ab 1673 Grafschaft
  • 1694 ausgestorben
  • Reuss-Burgk
  • since 1596 existend
  • from 1673 County
  • extincted in 1694
Übersicht – Contents:

 

Wappen – Coat of Arms:

Wappen der Reussischen Lande

Wappen der Reußischen Lande
– blazon of the Reuss states
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Bedeutung/Ursprung des Wappens: Meaning/Origin of the Coat of Arms:
Das Wappen der Reussischen Lande, gleich welcher Linie, zeigte ursprünglich die Heraldik der Vögte von Weida (die Grafen Reuß), einen goldenen Löwen auf einem schwarzen Schild.
Nach der Erwerbung der Herrschaft Kranichfeld wurde der schwarze Schild im Geviert mit der Heraldik von Kranichfeld kombiniert. Kranichfeld ist 1454 durch Kauf von den Burggrafen von Kirchberg an Reuß gekommen. Um Schulden abzutragen wurde die Herrschaft im Jahre 1615 für 80 000 Meißnische Gulden an Sachsen Weimar verpfändet. Sie ist nie wieder eingelöst, sondern im Jahre 1686 erblich an Sachsen Gotha verkauft worden. Dabei behielten sich aber die Reußen das Recht vor, den Titel "Herren von Kranichfeld" und den Kranich im Wappen zu tragen (Quelle: Dr. Berthold Schmidt, "Geschichte des Reußenlandes" 1927). Das viergeteilte Wappen tragen die reußischen Nachkommen noch heute . Wahrscheinlich um 1790 wurde der Löwe im Wappen durch eine rote Krone (Fürstenhut) ergänzt, als die Erhebung in den Fürstenstand erfolgte.
The coat of arms of the Reuss states, irrelevant which lineage, showed initially the heraldry of the Bailiffs of Weida (the Counts Reuss), a golden lion on a black shield.
After the purchase of the Dominion of Kranichfeld (= crane's field) the black shield was combined in quads with the heraldry of Kranichfeld.
Kranichfeld came to Reuss in 1454 by purchase from the Castle's Counts of Kirchberg. To reduce debts Kranichfeld became mortgaged in the year 1615 for 80 000 Meissen Florins to Saxony-Weimar. It never got redeemed back but it was hereditary selled to Saxony-Gotha in the year 1686. But with it the Reuss dynasty reserves the right for itself to use the title "Masters of Kranichfeld" and to carry the crane in the coat of arms (source: Dr. Berthold Schmidt, "History of the Reussian Estates" 1927). The quartered coat of arms use the Reussian descendants until today. Probably ca. 1790 the lion in the scutcheon was added by a red crown (prince's hat), as occurs the elevation in the prince's rank.
Die Landesfarben der deutschen Länder (oft aus den Farben des Wappens abgeleitet und in Form von Kokarden, aber auch Flaggen verwendet), bildeten sich – vor allem bei den deutschen Binnenländern – erst recht spät heraus, oft in Folge der französischen Revolution und den folgenden Befreiungskriegen. In dem Zeitraum von ca. 1815 bis ca. 1830 war dieser Prozess dann in allen deutschen Ländern abgeschlossen. The colours of the German states are (called Landesfarben, are often derived from the colours of the coats of arms, and used as cockades, as well as flags), were formed – especially in the German inland countries – rather late, often after the French Revolution and the following wars of liberation.
In the period from ca. 1815 to ca. 1830, this process was finally completed in all German states.
Quelle/Source: Volker Preuß, Jens Hild, Hartmut Grimm
 
Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Löwe in der Heraldik". Ausführungen, Varianten, Entwicklung sowie Panther und Leoparden.
Löwe, Wappen, Heraldik
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Landkarte von Reuß-Burgk – Map of Reuss-Burgk:


Quelle/Source:  Volker Preuß

Die Landkarte zeigt die Besitzungen der Linie Reuß-Burgk am Ende des 17. Jahrhunderts in Dunkelblau. Die Territorien der anderen älteren Linien des Hauses Reuß sind Hellblau dargestellt. The map shows the estates of the line of Reuss-Burgk at the end of the 17th century in dark blue. The territories of the other senior lines of the House of Reuss are coloured in pale blue.
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Zahlen und Fakten – Numbers and Facts:
  • Fläche:
    unbekannt
  • Area:
    not known
  • Einwohner:
    unbekannt
  • Inhabitants:
    not known
  • Hauptstadt:
    Burgk
  • Capital:
    Burgk
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Geschichte:
ca. 100 v.Chr. · im heutigen Vogtland siedelt der germanische Stamm der Hermunduren
9 v.Chr.–9 n.Chr. · das heutige Vogtland gehört zum Römischen Reich
ca. 400 n.Chr. · der germanische Stamm der Thüringer siedelt sich an, Herausbildung des Thüringerreiches
531 · das Thüringerreich wird von den Franken erobert, die Gebiete nördlich des Flusses Unstrut kommen an das Reich der Sachsen, westlich des Flusses Saale dringt der slawische Stamm der Sorben ein
936 · der deutsche König Otto I. beginnt die Ostexpansion gegen die Slawen
937 · Feldzug gegen die Sorben, Gründung der Markgrafschaft Zeitz unter Markgraf Gero
999 · der deutsche König Otto III. verleiht die Region um Gera dem Kloster Quedlinburg, die Verwaltung wurde als Vogtei Gera den Herren von Weida übertragen
1165–1190 · die Herren von Weida erwerben die Vogteien von Gera, Greiz, Hof und Plauen (für die gesamte Region entsteht der Name 'Vogtland')
ca. 1244 · Teilung der Vogtei in die drei Linien Weida, Plauen und Gera

Die Linie Weida umfasste zunächst Weida, Greiz, Ronneburg, Werde, das Regnitzland, Hof und Hirschberg. Im Jahre 1373 wurden Hof und das Regnitzland an die Burggrafen von Nürnberg verkauft, im Jahre 1427 Weida an das Kurfürstentum Sachsen. Im Jahre 1454 wurde Wildenfels erworben, und der Name der Linie wird zu 'Vögte von Weida und Wildenfels', den sie bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1535 behielten.

Die Linie Gera umfasste zunächst Gera, Lobenstein, Schleiz, Saalburg und Reichenfels. Jedoch musste in den Jahren 1371 bis 1374 fremde (z.B. böhmische) Lehnsherrschaft über Lobenstein, Schleiz, Saalburg und Reichenfels hingenommen werden. Im Jahre 1450 wurde Gera belagert, erobert und zerstört. Zwischen 1451 und 1538 gab es vorübergehend mehrere Erbteilungen. Nach der Schlacht bei Mühlberg im Jahre 1547 mussten Lobenstein, Schleiz, Saalburg und Reichenfels von Böhmen zum Lehen genommen werden, und Gera musste an Heinrich von Plauen, den Burggrafen zu Meißen, abgetreten werden. Im Jahre 1550 erlosch die Linie der 'Vögte von Gera', Heinrich von Plauen trat die Erbschaft an.

Die Linie Plauen umfasste zunächst Plauen und Vogtsberg. Der Begründer der Linie, Heinrich, der 'Vogt von Plauen', hatte zwei Söhne, die Linie spaltete sich, mit dem älteren Sohn, in die ältere Line 'Plauen', und mit dem jüngeren Sohn, in die jüngere Linie 'Reuß von Plauen'. Bis 1572 war die ältere Line vom Kaiser mit der Burggrafschaft Meißen belehnt. Im Jahre 1550 erlosch die Linie der 'Vögte von Gera', und die ältere Linie Plauen trat das Erbe an. 1572 starb auch die ältere Line Plauen aus, und die jüngere Linie 'Reuß von Plauen' trat das Erbe an. Die jüngere Linie 'Reuß von Plauen' begründete Heinrich der Reuße. Er war der erste der Vögte der den Namen 'Reuß' trug. Im Jahre 1325 wurden Reichenbach und Mylau vom Kaiser an die Linie Plauen als Lehen gegeben. 1451 wurden Ober- und Niederkranichfeld erworben.

1564 spaltete sich die Linie 'Reuß' in drei Linien auf: 1.) die ältere Linie 'Reuß von Plauen auf Untergreiz'. 2.) die mittlere Linie 'Reuß von Plauen auf Obergreiz'. Sie erlosch bereits 1616.
3.) die jüngere Linie 'Reuß von Plauen zu Gera'. Sie teilte sich ab 1647 in die Linien Reuß-Gera, Reuß-Schleiz, Reuß-Lobenstein, Reuß-Hirschberg und Reuß-Ebersdorf, die ab 1848 als Fürstentum 'Reuß jüngere Linie' wieder vereint waren. Die Linie starb 1945 aus.

Von der älteren Linie 'Reuß von Plauen auf Untergreiz' spaltete sich 1596 die Linie Reuß-Burgk ab, die mit einer Unterbrechung bis 1694 bestand. Im Jahr 1616 starb die mittlere Linie 'Reuß von Plauen auf Obergreiz' aus, das Erbe wurde zwischen der älteren und jüngeren Linie aufgeteilt. Die ältere Linie nannte sich ab jetzt Reuß-Greiz. 1625 wurde die Linie wieder geteilt, in Reuß-Obergreiz und Reuß-Untergreiz. Zwischen 1668 und 1698 gab es als Nebenlinie von 'Reuß-Untergreiz' noch die Linie Reuß-Rothental. Im Jahre 1673 wurden alle Glieder der Linie 'Reuß von Plauen' in den Grafenstand erhoben. Zwischen 1694 und 1698 existierte noch die Linie Reuß-Dölau als Zweig von Reuß-Obergreiz. Um die vielen Erbteilungen zu verhindern, wurde im Jahre 1690 die Primogenitur eingeführt. Das heißt, dass das gesamte Erbe an den erstgeborenen Sohn geht. Im Jahre 1778 erlosch die Linie 'Reuß-Untergreiz', das Erbe ging an die Linie 'Reuß-Obergreiz', die in den Fürstenstand erhoben wurde, und sich fortan Reuß ältere Linie nannte und 1927 ausstarb.

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History:
ca 100 B.C. · in today's Vogtland settles the Germanic tribe of the Hermundurians
9 B.C.– 9 A.D. · today's Vogtland belongs to the Roman Empire
ca. 400 A.D. · the Germanic tribe of the Thuringians settles in the region, formation of the Thuringian kingdom
531 · the Thuringian kingdom becomes conquered by the Franks, the areas north of the river Unstrut come to Saxony, west of the river Saale invades the Slavic tribe of the Sorbs
936 · the German King Otto I. begins the eastward expansion against the Slavs
937 · campaign against the Sorbs, establish of the Margraviate of Zeitz under Margrave Gero
999 · the German King Otto III. gives the region around Gera to the monastery of Quedlinburg, the administration becomes transferred as Bailiwick of Gera to the Lords of Weida
1165–1190 · the Lords of Weida acquire the Bailiwicks of Gera, Greiz, Hof and Plauen (for the entire region arises the name 'Vogtland' => Vogt=Bailiff)
ca 1244 · division of the Bailiwick in the three lines of Weida, Gera and Plauen

The Line of Weida included initially Weida, Greiz, Ronneburg, Werde, the Regnitz Land, Hof and Hirschberg. In 1373 Hof and Regnitz became sold to the Viscount of Nuremberg, in 1427 Weida became sold to the Electorate of Saxony. In 1454 they purchased Wildenfels, and the name of the line became to 'Bailiffs of Weida and Wildenfels', which was hold until the extinction of the line in 1535.

The Line of Gera included initially Gera, Lobenstein, Schleiz, Saalburg and Reichenfels. However, they had to accept from 1371 to 1374 foreign (eg Bohemian) suzerainty over Lobenstein, Schleiz, Saalburg and Reichenfels. In 1450 Gera became besieged, conquered and destroyed. Between 1451 and 1538, there were several temporary divisions by inheritances. After the Battle of Muehlberg in 1547 they had to take Lobenstein, Schleiz, Saalburg and Reichenfels as a fiefdom from Bohemia, and they ceded Gera to Heinrich von Plauen, the Viscount of Meissen. The line of the 'Bailiffs of Gera' extincted in 1550, Heinrich von Plauen was the heir.

The Line of Plauen included initially Plauen and Vogtsberg. The founder of the line, Heinrich, the 'Bailiff of Plauen', had two sons, the line splited, with the eldest son, in the older line 'Plauen', and with the younger son, in the younger line 'Reuss of Plauen'. Until 1572 the older line managed the Viscounty of Meissen as fiefdom from the emperor. In 1550, the line of the 'Bailiffs of Gera' extincted, and the older line Plauen was the heir. In 1572 the older line of Plauen extincted too, and the younger line of 'Reuss of Plauen' was the heir. The younger line 'Reuss of Plauen' was founded by Heinrich the Reuss. He was the first of the Bailiffs who wore the name 'Reuss'. In 1325 Reichenbach and Mylau were given by the Emperor to the line of Plauen as fiefdom. In 1451 Upper and Lower Kranichfeld were acquired.

In 1564 the line 'Reuss' splited in three lines: 1st) the senior line 'Reuss of Plauen on Lower Greiz'. 2nd) the middle line 'Reuss of Plauen on Upper Greiz'. It extincted already in 1616.
3rd) the junior line 'Reuss of Plauen to Gera'. It divides from 1647 into the lines of Reuss-Gera, Reuss-Schleiz, Reuss-Lobenstein, Reuß-Hirschberg and Reuss-Ebersdorf, which were reunited from 1848 as Principality of 'Reuss Junior Line'. The line extincted in 1945.

From the senior line 'Reuss of Plauen on Lower Greiz' splited in 1596 the line of Reuss-Burgk, which existed with one interruption to 1694. The line 'Reuss of Plauen on Upper Greiz' extincted in 1616, the heirs had been the the senior and the junior line. The senior line called itself from now on Reuss-Greiz. In 1625 the line was divided again, into the lines of Reuss Upper Greiz and Reuss Lower Greiz. Between 1668 and 1698 existed a further next line of 'Reuss Lower Greiz', the line of Reuss-Rothental. In 1673 all members of the line 'Reuss of Plauen' were levied to counts. Between 1694 and 1698 there existed the line of Reuss-Doelau as a next line of Reuss Upper Greiz. To avoid the many heritage-divisions the primogeniture was introduced in 1690. This means that the entire inheritance goes to the eldest son. In 1778 the line 'Reuss Lower Greiz' extincted, the heir was 'Reuss Upper Greiz', which was levied to princes, and called itself from now on Reuss Senior Line. It extincted in 1927.

Quelle/Source: Wikipedia (D), RetroLib Retrobibliothek, Atlas zur Geschichte
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Ursprung des Landesnamens: Origin of the Country's Name:
Der Name Reuß geht auf Heinrich II., einen der Vögte von Plauen zurück. Für seinen Mut und seine Einsatzbereitschaft im Kampf gegen die Polen, hat man ihm 1247 den Beinamen "der Reuße" gegeben. Man bezeichnete damals die Polen manchmal als Reußen, obwohl das eigentlich die Bezeichnung für die Russen ist. The name goes back to Heinrich II., one of the Bailiffs of Plauen. For his courage and dedication in the fight against the Polish, in 1247 they have given him the name "The Reuss". Then they have the Polish sometimes called as Reuss, although that is actually the name for the Russians.
Quelle/Source: RetroLib Retrobibliothek
Nach anderen Quellen war Heinrich II. mit einer Russin verheiratet und hat ihm daher den Beinamen "der Reuße" gegeben. Following other sources Heinrich II. was merried with a Russian wife, and thats why they gave him the name "The Reuss".
Quelle/Source: Wikipedia (D)
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