mobile Ansicht, to the English Version tap the flag

 

Bedeutung und Geschichte der Reichskriegsflagge

von F.R., Der Text ist einer E-Mail zwischen dem Autor und Herrn F. R. entnommen. Es wird zitiert.

ZITAT: "Der Adler auf der Kriegsflagge des Deutschen Reiches von 1903 ist ... der preußische Adler, nicht der Reichsadler, auch wenn sein Aussehen 1892 dem Reichsadler ähnlich gemacht wurde. Die Reichskriegsflagge von 1871 war ursprünglich ... die gemeinsame Kriegsflagge des Norddeutschen Bundes, und die Abbildung des preußischen Adlers auf ihr war aus folgenden Gründen nahe liegend:

• Der König von Preußen war zugleich Bundespräsident des Norddeutschen Bundes.

• Von den Staaten des Norddeutschen Bundes verfügte nur Preußen über nennenswerte Seestreitkräfte.

• Das Wappen des Norddeutschen Bundes war ein waagerecht schwarz-weiß-rot gestreifter Schild, seine Farben erschienen bereits an anderer Stelle in der Kriegsflagge.

Bei der Reichsgründung (1871) wurden die Handelsflagge und die Kriegsflagge des Norddeutschen Bundes übernommen, die Handelsflagge wurde zugleich Nationalflagge. Der König von Preußen wurde in Personalunion auch deutscher Kaiser und erhielt den Oberbefehl über sämtliche Streitkräfte des Deutschen Reiches – über die von Bayern und Württemberg allerdings nur im Kriegsfalle.

Das Wappen des Deutschen Reiches von 1871 sollte sich vom preußischen und vom österreichischen (schwarzer Doppeladler auf goldenem Grund) deutlich unterscheiden und zeigte einen schwarzen, einköpfigen Reichsadler mit roter Bewehrung (Krallen, Schnabel, Zunge) ohne Zepter und Reichsapfel auf goldenem Grund. Auf der Brust des Reichsadlers lag ein "Brustschild" mit dem preußischen Adler (schwarz mit goldener Bewehrung und mit Zepter und Reichsapfel auf silbernem Grund), auf der Brust des preußischen Adlers lag ein "Herzschild" mit dem Wappen der Hohenzollern, ein Schild, in Silber und Schwarz gevierteilt. ...

... Das verschlungene "FR" (nicht "R") ... bedeutet "Fridericus Rex" (lateinisch "König Friedrich") und bezieht sich auf alle preußischen Könige dieses Namens. Die beiden deutschen Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II. hätten den Namenszug in "WI" ("Wilhelmus Imperator", lateinisch "Kaiser Wilhelm") ändern können, sie haben davon abgesehen." ZITAT ENDE


Reichskriegsflagge, Deutsches Kaiserreich, Deutsches Reich, Flaggen, Flagge, Fahne, flag, war flag, naval flag, German Empire
1867–1871, Kriegsflagge des Norddeutschen Bundes, und
1871–1892, Reichskriegsflagge des Deutschen Reiches




Reichskriegsflagge, Deutsches Kaiserreich, Deutsches Reich, Flaggen, Flagge, Fahne, flag, war flag, naval flag, German Empire
1892–1903, Reichskriegsflagge des Deutschen Reiches




Reichskriegsflagge, Deutsches Kaiserreich, Deutsches Reich, Flaggen, Flagge, Fahne, flag, war flag, naval flag, German Empire
1903–1921, Reichskriegsflagge des Deutschen Reiches



hoch/up


Verbot der kaiserlichen schwarz-weiß-roten Flaggen

Eine Zeit lang war das Zeigen der Reichskriegsflagge in der Öffentlichkeit ist in Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland ab 1993 als Verstoß gegen die öffentliche Ordnung verboten. Diese Rechtslage hat sich aber später geändert (2010?) und das Bundesamt für Verfassungsschutz schreibt dazu: „Die Führung der ‚Reichskriegsflagge‘ erfüllt weder einen Tatbestand des Strafgesetzbuches noch des Ordnungswidrigkeitengesetzes. Dennoch kann die ‚Reichskriegsflagge‘ nach allgemeinem Polizei- und Ordnungsrecht dann sichergestellt werden, wenn dies in konkreten Einzelfällen die erforderliche, geeignete und verhältnismäßige Maßnahme ist, um konkrete Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Das ist z. B. dann der Fall, wenn die Flagge Kristallisationspunkt einer konkret drohenden Gefahr ist und diese sich dadurch beheben lässt.“ (Quelle/Source: Wikipedia) Das heißt: Es kann – nach einer Anzeige – eine Störung der öffentlichen Ordnung angenommen werden. Es wird daraufhin versucht werden zu erreichen, dass die Flagge freiwillig und dauerhaft entfernt wird. Geschieht dies nicht, kann die Flagge beschlagnahmt werden. Konsequenzen für den Störer (etwa eine Ahndung als Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat) gibt es keine, da kein Straftatbestand vorliegt.
Volker Preuß

Das Bundesland Bremen verbietet Reichs- und Reichskriegsflaggen in der Öffentlichkeit. Ein entsprechender Erlass tritt am Montag (21.09.2020) im Kraft, wie die Innenbehörde der Hansestadt am Freitag mitteilte. Demnach wird das Polizeigesetz um eine Bestimmung ergänzt, die das öffentliche Zeigen und Verwenden der historischen Flaggen verbietet. Beamten dürfen die Fahnen bei Verstößen konfiszieren, den Besitzern droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 1000 Euro. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) bezeichnete die Flaggen als "Symbole nationalsozialistischer und ausländerfeindlicher Gesinnung", die aus der Öffentlichkeit verbannt werden müssten. "Es war Zeit zu handeln", sagte er mit Blick auf die jüngsten Ereignisse bei Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Berlin, wo Rechtsextremisten die Flaggen des deutschen Kaiserreichs vor dem Reichstag geschwenkt hatten. Die Reichs- und Reichskriegsflaggen gelten seit langem als ein Erkennungszeichen von Rechtsextremen, Reichsbürgern und anderen Demokratiegegnern. Anders als Hakenkreuzfahnen sowie ähnliche nationalsozialistische Abzeichen sind sie nicht verboten. Es gab bisher lediglich Bestimmungen, wonach die Polizei sie etwa bei Demonstrationen in bestimmten Fällen beschlagnahmen kann. Der Erlass begründet das Verbot laut Bremer Innenbehörde damit, dass das Zeigen der schwarz-weiß-roten Flaggen "eine nachhaltige Beeinträchtigung der Voraussetzungen für ein geordnetes staatsbürgerliches Zusammenleben und damit eine Gefahr für die öffentliche Ordnung" darstellt. Er gilt für alle Varianten der Reichskriegsflagge. Die einfache Reichsflagge ist nur betroffen, wenn "eine konkrete Provokationswirkung im Einzelfall besteht".
Quelle: AFP, 18.09.2020

"Der nordrhein-westfälische Landtag hat ein Reichskriegsflaggen-Verbot beschlossen. Abgeordnete von CDU, FDP, SPD und Grüne stimmten am Donnerstag für einen gemeinsamen Antrag. In diesem fordern sie die Landesregierung auf, das Verwenden der Reichskriegsflaggen aus der Zeit bis 1935 durch einen Erlaß zu untersagen. Grund für das Verbot sei die Verwendung der Flagge durch Rechtsextreme. Beispielsweise würde sie oft auf Aufmärschen geschwenkt und sei zu einem „Identifikationssymbol“ in diesen Kreisen geworden. „Die Bilder der Nazis und Reichsbürger, die mit den Reichskriegsflaggen den Deutschen Bundestag stürmen wollten, haben uns zutiefst verstört“, teilten die Parteien nach der Abstimmung mit. „Angriffe und Provokationen dieser Art“ seien nicht länger hinnehmbar. Deshalb hätten sie als „demokratische Fraktionen“ im Düsseldorfer Landtag beschlossen, „diesen rechtsextremen Umtrieben ein Ende zu setzen“."
Quelle, Zitat: JF, 09.10.2020 (Link)

hoch/up




Zur Startseite hier klicken