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Lübeck

 

Übersicht

Flagge

historische Flaggen

Bedeutung/Ursprung der Flagge

Kokarde

Landkarte

Zahlen und Fakten

Geschichte

Ursprung des Landesnamens



Flagge

Flagge Fahne flag Lübeck
seit 1941,
Stadtflagge,
Quelle, nach: Flags of the World



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historische Flaggen

Flagge Fahne flag Lübeck
1280–1937,
Landesflagge (Landesfarben),
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Lübeck Hanse Hansa
14., 15., 16. Jhd.,
Farben der Hanse,




Flagge Fahne flag Lübeck
1670–1839,
Staatsflagge,
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Lübeck
1839–1850,
Staatsflagge,
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Lübeck
1850–1890,
Staatsflagge,
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Lübeck
1890–1937 Staatsflagge,
1937–1941 Stadtflagge,
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Lübeck Seedienstflagge official flag offshore
1895–1922,
Seedienstflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World




Flagge Fahne flag Lübeck Seedienstflagge official flag offshore
1922–1934,
Seedienstflagge,
Seitenverhältnis = 3:5,
Quelle/Source: Wikipedia (D)



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Bedeutung/Ursprung der Flagge

Die Flagge von Lübeck zeigt die Landesfarben Rot und Weiß, welche auf das alte Wappen der Stadt zurückgehen. Dieses erscheint im Brustschild des Reichsadlers im neueren Lübecker Wappen. Der Adler, das Symbol des Deutschen Reiches, erinnert an Lübeck als "Freie und Reichsstadt". 1866 trat Lübeck dem Norddeutschen Bund bei, was sich in der Annahme einer Seedienstflagge widerspiegelte, welche die Farben des Norddeutschen Bundes zeigte: Schwarz und Weiß für Preußen, sowie Rot und Weiß für die Hansestädte.

Ein für die Flagge bedeutsames Ereignis war die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Deutschen Reich im Jahre 1933. Alle offiziellen Nicht-Hakenkreuz-Flaggen die auf den Föderalismus, regionale Bezüge oder das Kaiserreich zurückgingen wurden zwischen 1933 und 1935 abgeschafft. Für die Nationalsozialisten galten die föderale Struktur des Deutschen Reiches, seine historisch gewachsenen Länder, als überholt, als Relikte einer zu überwindenenden Vergangenheit. In diesem Sinne wurden mehrere Gesetze erlassen, am 31.03.1933 das 'Vorläufige Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich', am 07.04.1933 das 'Zweite Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich' und schließlich, am 30.01.1934 das 'Gesetz über den Neuaufbau des Reiches'. Die föderale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wurde damit durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder wurden bedeutungslos. Ämter und Behörden hatten ab jetzt die Hakenkreuzflagge als Dienstflagge zu verwenden, und zwar bis zum 15. September 1935, als mit dem Reichsflaggengesetz eine Dienstflagge für alle Ämter und Behörden des Reiches geschaffen wurde. Die Ministerpräsidenten der Länder, ab spätestens 1933 alle von der NSDAP – und dann meist Reichsstatthalter genannt – blieben jedoch bis 1945 im Amt. Nicht so in Lübeck, denn das Land wurde 1937 aufgelöst. Am 22.01.1941 wurde die heutige Flagge der Stadt Lübeck angenommen. Sie zeigt zwei waagerechte Streifen in Weiß und Rot, und den schwarzen Adler im weißen Streifen am Mast.

Quelle/Source: Volker Preuß, Jürgen Kaltschmitt

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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Adler in der Heraldik"; Ausführungen, Varianten und Entwicklung.

Adler, Wappen, Heraldik

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Kokarde


Kokarde cockade Lübeck
1866/1867–1919,
Kokarde von Lübeck,
Quelle/Source: Jens Hild

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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Kokarden".

Kokarde cockade
  Kokarde

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Landkarte


Quelle/Source: Stielers Hand-Atlas, Justus Perthes, 1891

Die Landkarte zeigt die Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck ca. 1890 in orangefarbener Umrandung. Die Grenze des Deutschen Reiches ist rot, die Preußens blau, die von Mecklenburg-Schwerin gelb, die von Mecklenburg-Strelitz braun, und die Oldenburgs grün unterlegt.

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Zahlen und Fakten

Fläche: 298 km²

Einwohner: 106.000 (1905)

Bevölkerungsdichte: 356 Ew./km² (1905)

Hauptstadt: Lübeck war ein Stadtstaat

Währung bis 1876: 1 Mark Courant = 16 Schillinge = 32 Sechslinge

Währung 1868–1871: 1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfg.

Währung 1871–1924: 1 Mark = 100 Pfennig

Währung 1924–1948: 1 Reichsmark (RM) = 100 Reichspfennig (Rpf.)

Quelle/Source: Wikipedia (D), World Statesmen, Der Michel

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Geschichte

um Christi Geburt · in der Region siedeln germanische Stämme, wahrscheinlich Sachsen

375 · Hunneninvasion, Beginn der Völkerwanderung, Abwanderung der alten Germanischen Stämme in das Römische Reich, Nachrücken anderer Germanischen Stämme in Richtung zur Römischen Grenze, die Sachsen wandern nach England und in das Wesergebiet ab, in das nun menschenleere Gebiet (Germania Slavica) wandern Slawen ein, in der Gegend um das heutige Lübeck sind es ab dem 7. Jahrhundert Slawen vom Stamm der Obodriten

819 · Gründung von Liubice (Alt-Lübeck) durch den slawischen Stamm der Obodriten

ca. 900 · im Ostfrankenreich (späteres Deutsches Reich) bilden sich fünf Stammesherzogtümer heraus (Sachsen, Bayern, Schwaben, Franken und Lothringen), Beginn der Ostexpansion in der Germania Slavica zwischen den Flüssen Saale/Elbe und Oder/Neiße, die Elbe wird Richtung Nordosten überschritten, und bis ca. 960 die Ostsee und die Oder erreicht, die Obodriten werden der Mark (Markgrafschaft) des Hermann Billung angeschlossen

1093 · Liubice wird Residenz eines slawischen Fürsten

1127 · Liubice wird durch den slawischen Stamm der Ranen zerstört

1143 · Gründung von Lübeck durch Graf Adolf II. von Holstein

1160 · Lübeck wird Bischofssitz und erhält das Stadtrecht

1189 · Lübeck kommt an das Herzogtum Sachsen

1192 · Lübeck kommt an Holstein

1201–1225 · unter dänischer Herrschaft

1226 · Eingemeindung von Alt-Lübeck (ca. 1100 gegründet)

1226 · Erhebung zur Freien Reichsstadt durch Kaiser Friedrich II.

ca. 1280 · Gründung des Hansischen Städtebundes (Hanse)

1361 · die Stadt Wisby auf Gotland, bis dato der Hauptort der Hanse, wird vom dänischen König Waldemar IV. erobert, der Sitz der Hanse wird nach Lübeck verlegt

14.–16. Jhd. · starker wirtschaftlicher und kultureller Einfluss im Ostseeraum

1563–1570 · Nordischer Krieg (Hanse und Dänemark gegen Schweden), Schweden setzt sich durch

1570 · Frieden von Stettin, die politische Bedeutung Lübecks endet

1669 · letzter Hansetag in Lübeck

1792, 1796, 1800 und 1805 · Invasionen französischer Revolutionstruppen unter Napoléon in das Deutsche Reich, das Deutsche Reich unterliegt und wird von Napoléon territorial umgestaltet

1803 · Reichsdeputationshauptschluss, Umgestaltung der territorialen Gliederung des Deutschen Reiches, geistliche Besitzungen werden enteignet, alte Fürstenterritorien und freie Städte werden enteignet oder aufgehoben und alten oder neuen Fürstentümern übertragen, die Zahl der Gebietskörperschaften des Reiches wird dadurch von 300 auf 60 reduziert

1806 · Besetzung durch französisch-napoleonische Truppen

12.07.1806 · Napoléon erzwingt die Gründung des Rheinbundes, ein Zusammenschluss von sechzehn süd- und südwestdeutschen Staaten unter französischem Protektorat

01.08.1806 · die Staaten des Rheinbunds treten aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus

06.08.1806 · Kaiser Franz II. legt die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder, das Reich endet

1810 · Lübeck wird von Frankreich annektiert

1811 · Abzug der Franzosen

Oktober 1813 · Niederlage Napoléons bei Leipzig, der Rheinbund beginnt zu zerfallen, Napoléon und seine Truppen ziehen sich hinter den Rhein zurück, Wiederherstellung der Freien und Hansestadt Lübeck

1814–1815 · Wiener Kongress, Neuordnung Europas nach der Ära Napoléon, die Besitzverhältnisse und die Raumordnung im ehemaligen Deutschen Reich werden wieder hergestellt, jedoch nicht die Souveränität der geistlichen Länder, deren Besitzungen werden alten oder neuen Fürstentümern übertragen oder angeschlossen, die 39 verbleibenden deutschen Staaten – so auch Lübeck – werden in einem lockeren Zusammenschluss, dem Deutschen Bund organisiert

1866 · Deutscher Krieg (Bruderkrieg) Preußens und seiner Verbündeten gegen Österreich und seine Verbündeten, Preußen siegt, Lübeck steht auf der Seite Preußens, Beitritt zum Norddeutschen Bund

01.01.1868 · Verkauf der Rechte an der gemeinsamen Verwaltung von Bergedorf mit Hamburg an Hamburg

1868 · Beitritt zum Deutschen Zollverein

1871 · Beitritt zum Deutschen Reich

1933–1934 · Lübeck tritt (wie alle deutschen Länder), Hoheitsrechte an die Reichsregierung ab, die territoriale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wird durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder werden bedeutungslos, final am 30.01.1934 durch das 'Gesetz über den Neuaufbau des Reiches'

26.01.1937 · Groß-Hamburg-Gesetz, das Territorium der Stadt Hamburg wird auf Kosten preußischen Territoriums erheblich vergrößert, dafür wird die Stadt Lübeck von Preußen annektiert, die (seit 1934 marginale) Souveränität der Stadt endet, sie wird dem Gau Schleswig-Holstein angeschlossen

1949 · die Stadt gehört zum Bundesland Schleswig-Holstein

Quelle: RetroLib Retrobibliothek, Wikipedia (D), Historisches Deutschland, World Statesmen, Jürgen Kaltschmitt

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Ursprung des Landesnamens

Als Graf Adolf II. von Holstein im Jahre 1143 die Stadt Lübeck gründete, benannte er sie nach der in der Nähe gelegenen slawischen Siedlung Liubice, die 1226 als Alt-Lübeck eingemeindet wurde. Liubice kommt von dem Wort 'liuback', was 'anmutig' heißt. Lübeck ist also 'Die Anmutige'. In späterer Zeit schmückte sich Lübeck mit dem Titel: "Die Königin der Hanse".

Quelle/Source: Handbuch der geographischen Namen

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