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Sachsen-Weimar-Eisenach

 

Übersicht

Flaggen

Bedeutung/Ursprung der Flagge

Wappen

Bedeutung/Ursprung des Wappens

Die Kokarde

Landkarte

Zahlen und Fakten

Geschichte

Ursprung des Landesnamens



Flaggen

Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
bis 1813,
Landesfarben,
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
1813(?)–1897,
Landesflagge (Landesfarben),
Quelle, nach: World Statesmen, Jens Hild, Flags of the World




Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
1897–1920,
Landesflagge (Landesfarben),
Quelle, nach: World Statesmen, Jens Hild, Flags of the World




Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach Herzog duke Großherzog Grand Duke
ca.1862–ca.1878,
Flagge des Großherzogs,
Quelle, nach: Flags of the World




Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach Herzog duke Großherzog Grand Duke
ca.1878–1897,
Flagge des Großherzogs,
Quelle, nach: Flags of the World nach/by Siebmacher 1878




Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach Herzog duke Großherzog Grand Duke
1897–1903,
Flagge des Großherzogs,
Quelle, nach: Flags of the World nach/by Siebmacher 1878




Flagge Fahne flag Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach Herzog duke Großherzog Grand Duke
1903–1918,
Flagge des Großherzogs,
Quelle, nach: Ruhmr. Fahnen dt. Geschichte



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Bedeutung/Ursprung der Flagge

Die Farben des Hauses Wettin sind Blau und Gelb. Sie leiten sich höchstwahrscheinlich vom Wappen der Herrschaft Landsberg ab. Diese Farben wurden von den Angehörigen der Schweizer Garde am kursächsischen Hof getragen. Ebenso waren die Bänder einzelner Orden blau-gelb. Schwarz und Gelb waren jahrhundertelang die Hoffarben (Livreefarben) an den sächsischen Höfen (Albertiner und auch Ernestiner). Sie stammen entweder vom ursprünglichen Stammwappen (schwarzer Löwe in goldenem Feld, das später zum Wappen der Markgrafschaft Meißen wurde) oder vom Wappen des Herzogtums Sachsen (das Rautenkranzwappen) ab. Schwarz und Gelb wurden etwa seit dem 17. Jahrhundert für Urkundenschnüre und für viele militärische Feldzeichen. Landesfarben im eigentlichen Sinne waren sie jedoch noch nicht.

Das ehemalige Albertinische Kurfürstentum und neue Königreich Sachsen trat am 11.12.1806 dem Rheinbund bei, und am 15.12.1806 folgten die Ernestinischen Herzogtümer in Thüringen. Die Truppen der Herzogtümer wurden zusammengefasst und gemäß Konvention vom 13.02.1807 mit einheitlichen Kokarden in Schwarz-Gold ausgestattet. Die Kokarden des Königreichs Sachsen blieben weiß.

Nach der Völkerschlacht von Leipzig wurde Sachsen (als ehemaliger Verbündeter Napoléons) besetzt, und das Generalgouvernement Sachsen gebildet, zu dem auch Sachsen-Altenburg und die Reußischen Lande gehörten. Als Generalgouverneur wurde der russische Fürst Nikolai Grigojewitsch Repnin-Wolkonski eingesetzt. Noch 1813 wurde von sächsischer Seite vorgeschlagen (und vom Generalgouverneur beschlossen), für Sachsen eine neue grün-schwarz-gelbe Kokarde zu schaffen. Das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach folgte dieser Regelung.

Als der sächsische König Friedrich-August I., aus dem Geschlecht der albertinischen Wettiner, im Mai 1815 nach dem Endes der Befreiungskriege gegen Napoleon aus der Gefangenschaft nach Sachsen heimkehrten wollte, wies er Generalleutnant von Lecoq am 22.05.1815 an, die am Rhein stehenden sächsischen Truppen zu reorganisieren und heimzuführen. Die dort noch immer weißen Kokarden an den Mützen der Soldaten waren gemäß der Anweisung des Königs mit einem breiten grünen Rand zu umgeben, um Verwechslungen mit anderen Truppen auszuschließen. Die Nachricht von der Schaffung der Farbkombination von Weiß und Grün verbreitete sich sehr schnell, und gelangte noch vor dem König nach Sachsen. Und so wurde er von seinem Volk mit weiß-grünen Girlanden, Fahnen und Bändern empfangen. In Würdigung dieser Tatsache erklärte der Monarch am 16.06.1815 die weiß-grüne Kokarde zur Nationalkokarde. Das war die Geburtsstunde von Weiß und Grün als Landesfarben von Sachsen. Die sächsischen Herzogtümer (Thüringen), regiert von den ernestinischen Wettinern, übernahmen zumeist diese Regelung für ihre Landesfarben und Flaggen.

Sachsen-Weimar-Eisenach tat dies nicht, sondern behielt die Farbkombination Grün-Schwarz-Gelb bei. Die wahrscheinliche Ursache dafür war, dass enge verwandschaftliche Verbindungen zum russischen Hof bestanden, und dass Herzog Karl August während der Befreiungskriege russischer General der Kavallerie und Kommandeur gewesen ist. Nicht zuletzt wurde Herzog Karl August durch den Einfluss des russischen Zaren zum Wiener Kongress im Jahre 1815 zum Großherzog erhoben.

Die Landesfarben der deutschen Länder (oft aus den Farben des Wappens abgeleitet und in Form von Kokarden, aber auch Flaggen verwendet), bildeten sich – vor allem bei den deutschen Binnenländern – erst recht spät heraus, oft in Folge der französischen Revolution und den folgenden Befreiungskriegen. In dem Zeitraum von ca. 1815 bis ca. 1830 war dieser Prozess dann in allen deutschen Ländern abgeschlossen.

Seit 1885 wurde, vor allem am großherzoglichen Hof, die aus heraldischer Sicht bessere Farbreihenfolge Schwarz-Gelb-Grün für die Flaggen verwendet. In den Folgejahren kam es sehr häufig zu Anfragen zur richtigen Farbfolge, und so erließ das Staatsministerium am 29.01.1897 eine Bekanntmachung, die Schwarz-Gelb-Grün offiziell als richtige Farbreihenfolge festlegte. Bei den Kokarden dauerte diese Umstellung noch etwas länger. Die neue Farbreihenfolge wurde hier erst ca. 1900 übernommen.

Die Landesfarben der thüringischen Kleinstaaten bestanden nach der Abdankung der Fürsten weiter, auch nach der Bildung des Landes Thüringen (01.05.1920), nur wurden sie zu Gebietsflaggen. Am 25.04.1922 wurde die "Verordnung über die Beflaggung der staatlichen Dienstgebäude" erlassen, die festlegte, dass die bisherigen Gebietsflaggen nicht mehr zu verwenden sind. Erst die Abschaffung der Gebiete am 01.04.1923 bedeutete das Ende für die Landesfarben der ehemaligen Thüringischen Staaten.

Quelle: Volker Preuß, Jens Hild, www.sachsenlied.de, Flags of the World

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Wappen


Wappen coat of arms Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
Kleines Wappen von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Deutsche Wappen Rolle


Wappen coat of arms Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
Großes Wappen von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Deutsche Wappen Rolle


Wappen coat of arms Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
Schild des großen Wappens von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Deutsche Wappen Rolle

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Bedeutung/Ursprung des Wappens

Das zentrale Element der Heraldik der sächsischen Monarchien ist der sächsische Wappenschild. Es wurde um 1180 geschaffen, als die Askanier, Markgrafen von Brandenburg und Grafen von Ballenstedt zu den Herzögen von Sachsen wurden: Über das schwarz-goldene Ballenstedter Wappen wurde ein grüner Rautenkranz gelegt. Der Titel des Herzogs von Sachsen wanderte mit der Belehnung an verschiedene adlige Familien im Prinzip die Elbe aufwärts bis ins heutige Mitteldeutschland. Im Jahre 1485 erfolgte die "Leipziger Teilung" der wettinischen Lande zwischen den Brüdern Herzog Albrecht (Stammvater der Albertiner) und Kurfürst Ernst (Stammvater der Ernestiner). Die Ernestiner teilten sich in viele Linien, welche die sächsiche Heraldik beibehielten. Eine davon war Sachsen-Weimar-Eisenach.

Zum Wappen: Das große Wappen (Wappenmantel mit Krone, Schild mit 3 Helme mit Helmkleinodien und Helmdecken) zeigte zuletzt auf dem Wappenschild neben 4 Feldern (davon zwei gespalten) das sächsische Rautenkranzwappen als Herzschild. Das erste Feld zeigt die Landgrafschaft Thüringen (weiß-rot gestreifter Löwe auf Blau), das zweite Feld die Markgrafschaft Meißen (schwarzer Löwe auf Gold), das dritte Feld (gespalten) die Grafschaft Henneberg (schwarze Henne auf grünem Berg vor goldenem Hintergrund) und die Herrschaft Neustadt-Arnshaugk (silber und rot gespalten mit je einem Schrägrechtsbalken in wechselnder Färbung), das vierte Feld die Herrschaft Blankenhain (schwarzer Löwe auf Silber mit goldenem Schrägrechtsbalken) und die Herrschaft Tautenberg (Blau und Silber achtfach schrägrechts gestreift). Das kleine Wappen (Schild mit Krone) zeigte nur das sächsische Rautenkranzwappen.

Quelle: Volker Preuß, Deutsche Wappen Rolle

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Kokarde


Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
bis 1807,
Kokarde von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Jens Hild


Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
1807–1813,
Kokarde von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Jens Hild


Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
1813–ca.1883(?),
Kokarde von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Jens Hild


Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
ca.1883(?)–ca.1900,
Kokarde von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Jens Hild


Herzogtum Duchy Sachsen-Weimar-Eisenach Saxony-Weimar-Eisenach Saxony Weimar Eisenach
ca.1900–1919,
Kokarde von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Quelle, nach: Jens Hild

Die Kokarde der Truppen des Königreichs Sachsen (und ab 1807 des Herzogtums Warschau) war seit ca. 1744 einfarbig weiß. Nach der Völkerschlacht von Leipzig wurde Sachsen (als ehemaliger Verbündeter Napoléons) besetzt, und das Generalgouvernement Sachsen gebildet, zu dem auch Sachsen-Altenburg und die Reußischen Lande gehörten. Als Generalgouverneur wurde der russische Fürst Nikolai Grigojewitsch Repnin-Wolkonski eingesetzt. Noch 1813 wurde von sächsischer Seite vorgeschlagen (und vom Generalgouverneur beschlossen), die bestehenden weißen Kokarden durch eine neue Kokarde zu ersetzen. Sie zeigte die Farben Grün, Schwarz und Gelb, alles Farben die dem sächsischen Wappen entnommen sind. Schwarz und Gelb sind die Landesfarben, und grün die Farbe des Rautenkranzes. Nicht ganz zufällig sind Schwarz und Gelb aber auch die Farben des russischen Wappens und Kokarde der kaiserlich-russischen Truppen.

Als der sächsische König Friedrich-August I., aus dem Geschlecht der albertinischen Wettiner, im Mai 1815 nach dem Endes der Befreiungskriege gegen Napoleon aus der Gefangenschaft nach Sachsen heimkehrten wollte, wies er Generalleutnant von Lecoq am 22.05.1815 an, die am Rhein stehenden sächsischen Truppen zu reorganisieren und heimzuführen. Die dort noch immer weißen Kokarden an den Mützen der Soldaten waren gemäß der Anweisung des Königs mit einem breiten grünen Rand zu umgeben, um Verwechslungen mit anderen Truppen auszuschließen. Die Nachricht von der Schaffung der Farbkombination von Weiß und Grün verbreitete sich sehr schnell, und gelangte noch vor dem König nach Sachsen. Und so wurde er von seinem Volk mit weiß-grünen Girlanden, Fahnen und Bändern empfangen. In Würdigung dieser Tatsache erklärte der Monarch am 16.06.1815 die weiß-grüne Kokarde zur Nationalkokarde. Das war die Geburtsstunde von Weiß und Grün als Landesfarben von Sachsen. Die sächsischen Herzogtümer (Thüringen), regiert von den ernestinischen Wettinern, übernahmen zumeist diese Regelung für ihre Landesfarben und Flaggen. (Mehr über die sächsische Kokarde ← hier klicken).

Sachsen-Weimar-Eisenach tat dies nicht, sondern behielt die Farbkombination Grün-Schwarz-Gelb bei. Die wahrscheinliche Ursache dafür war, dass enge verwandschaftliche Verbindungen zum russischen Hof bestanden, und dass Herzog Karl August während der Befreiungskriege russischer General der Kavallerie und Kommandeur gewesen ist. Nicht zuletzt wurde Herzog Karl August durch den Einfluss des russischen Zaren zum Wiener Kongress im Jahre 1815 zum Großherzog erhoben.

Quelle: Volker Preuß, Jens Hild, Deutsche Wappen Rolle

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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Kokarden".

Kokarde cockade
  Kokarde

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Landkarte

Die Thüringischen Staaten:

Quelle: Volker Preuß

Die Landkarte zeigt das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach zwischen 1867 und 1918 in Rot.

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Zahlen und Fakten

Fläche: 3.610 km² (1910)

Einwohner: 417.150 (1910)

Bevölkerungsdichte: 115 Ew./km² (1910)

Hauptstädte: Weimar

Währung bis 1875: 1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfennige

Währung 1875–1920: 1 Mark = 100 Pfennig

Quelle: Der Michel, Wikipedia (D)

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Geschichte

1264 · die Landgrafschaft Thüringen (damals wesentlich größer) wird nach einem Erbfolgekrieg geteilt, der Markgraf von Meißen aus dem Hause Wettin erhält den östlichen Teil, die Landgrafschaft Thüringen (fast das gesamte heutige Thüringen), der westliche Teil wird die Landgrafschaft Hessen

1342–1346 · das Haus Wettin kann sich gegen eine Koaliton lokaler thüringischer Grafen durchsetzen, die Grafen müssen ihr Land vom Markgrafen von Meißen und Landgrafen von Thüringen zum Lehen nehmen, nach deren Aussterben fielen diese Gebiete an Thüringen (außer Schwarzburg und Reuss)

1423 · der Meißner Markgraf Friedrich der Streitbare erhält Sachsen-Wittenberg (Kurfürstentum Sachsen) zum Lehen, danach allmähliche Übertragung der Bezeichnung "Sachsen" auf die Markgrafschaft Meißen

1485 · "Leipziger Teilung" der wettinischen Lande zwischen den Brüdern Herzog Albrecht (Stammvater der Albertiner) und Kurfürst Ernst (Stammvater der Ernestiner; Herzog Albrecht: Mark Meißen, westliches Osterland, Nordthüringen; Kurfürst Ernst: Kurfürstentum Sachsen, Südthüringen, Vogtland

1547 · "Wittenberger Kapitulation" die Kurwürde geht von den Ernestinern (Herzog Johann Friedrich I.) auf die Albertiner (Herzog Moritz von Sachsen) über, Johann Friedrich I., der in Wittenberg residierte, muss in Gefangenschaft

1552 · Herzog Johann Friedrich I. kommt aus der Gefangenschaft und verlegt seine Residenz nach Weimar, für das ernestinische Herzogtum entsteht so die Bezeichnung Sachsen-Weimar

1572 · Erfurter Teilung, Sachsen-Weimar wird geteilt, in das Herzogtum Sachsen-Weimar und das Herzogtum Sachsen-Coburg-Eisenach

1596 · Teilung von Sachsen-Coburg-Eisenach in Sachsen-Coburg und Sachsen-Eisenach

1633 · Sachsen-Coburg stirbt aus, das Erbe geht an Sachsen-Eisenach

1638 · Sachsen-Eisenach stirbt aus, das Erbe geht an Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg

1640 · Ernestinische Teilung, Herzog Wilhelm IV. teilt das sein Herzogtum Sachsen-Weimar, in das Herzogtum Sachsen-Eisenach, unter seinem Bruder Albrecht, und das Herzogtum Sachsen-Gotha, unter unter seinem Bruder Ernst I. (dem Frommen)

1741 · die Herzogtümer Sachsen-Weimar und Sachsen-Eisenach werden in Personalunion regiert (Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach), jedoch getrennt verwaltet

1806 · Beitritt von Sachsen-Weimar-Eisenach zum Rheinbund

1809 · die Herzogtümer Sachsen-Weimar und Sachsen-Eisenach werden auch adminstrativ vereinigt

1815 · Beitritt zum Deutschen Bund, Erhebung zum Großherzogtum

1866 · im Bruderkrieg auf Seiten Preußens, Beitritt zum Norddeutschen Bund

1871 · Beitritt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach zum Deutschen Reich

1903 · das Land ändert offiziell (auch schon vorher in Gebrauch) seinen Namen in Großherzogtum Sachsen

1918 · Sturz der Monarchie, Schaffung des Freien Volksstaates Sachsen-Weimar-Eisenach

01.05.1920 · im Land Thüringen aufgegangen

Quelle: Wikipedia (D), RetroLib Retrobibliothek, Atlas zur Geschichte

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Ursprung des Landesnamens

Der Ursprung des Namens "Sachsen" liegt im 5. Jahrhundert im alten Stammesherzogtum der Sachsen im heutigen Nordwestdeutschland. Das Land wurde 1180 durch den deutschen Kaiser zerschlagen, jedoch blieb der Titel des "Herzogs von Sachsen" erhalten, war mit Randgebieten des alten Herzogtums verbunden und wanderte mit der Belehnung an verschiedene adlige Familien im Prinzip die Elbe aufwärts bis ins heutige Sachsen (damals Markgrafschaft Meißen unter dem Haus Wettin) in Mitteldeutschland. Zur Unterscheidung vom eigentlichen Sachsen, dem Stammesherzogtum, wurde das Sachsen der Wettiner "Obersachsen" genannt. Das blieb so, bis sich für die alten sächsischen Gebiete der Begriff "Hannover" durchgesetzt hatte, die heute grob zu "Niedersachsen" zusammengefasst sind.

Der Name "Sachsen" übertrug sich 1485 mit der Teilung des wettinischen Sachsen in die Linien der Albertiner und Ernestiner auch auf die thüringischen Gebiete. Da die Herzöge dort die Promogenitur lange ablehnten, wurde die Herzogtümer vielfach zwischen allen Söhnen geteilt und es entstand ein dichtes Geflecht von von kleinen Teilherzogtümern (benannt nach der Hauptstadt des Herzogtums), die, oft miteinender verbunden, den verschiedenen Familienlinen dynastisch zugeteilt waren, oft vererbt, teilweise vererbt oder gar ausgetauscht wurden. Das schlug sich immer im Namen des jeweiligen Herzogtums nieder. So verzichtete z.B. Sachsen-Coburg-Saalfeld auf das Teilherzogtum Saalfeld und bekam das Teilherzogtum Gotha übertragen. So entstand das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, offziell aus den zwei Teilherzogtümern Coburg und Gotha bestehend.

Der Name Thüringen für die ganze Region hat sich trotzdem erhalten, er kommt vom alten Königreich der Thüringer, das jedoch schon im 6. Jahrhundert durch die Franken vernichtet und annektiert wurde. Im 7. Jahrhundert wurde das Herzogtum Thüringen gegründet, das wiederum nur ein Jahrhundert lang Bestand hatte. Ein Stammesherzogtum war das jedoch nicht, da es die Thüringer nicht mehr gab. Im Jahre 1131 wurde vom späteren Kaiser Lothar III. die Landgrafschaft Thüringen errichtet und dem Haus der Ludowinger übertragen, die jedoch schon 1247 ausstarben. Das Land wurde 1264 nach einem Erbfolgekrieg zwischen den Wettinern (als Landgrafschaft Thüringen) und dem Haus Brabant (als Landgrafschaft Hessen) aufgeteilt.

Quelle: Volker Preuß

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