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Württemberg

 

Übersicht

Flaggen

Bedeutung/Ursprung der Flagge

Wappen

Bedeutung/Ursprung des Wappens

Die Kokarde

Zahlen und Fakten

Geschichte

Ursprung des Landesnamens



Flaggen

Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
13.Jhd.–1593,
Banner der Grafen und Herzöge,
Quelle, nach: Snamjena Germanii




Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
13. Jhd/cent.–1809,
inoffizielle Landesfarben,
Quelle, nach: Wikipedia (D)




Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
1593–1918(?),
Hausfarben (Livreefarben) der Dynastie,
Quelle, nach: Wikipedia (D)




Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
1809–1816,
Landesflagge (Landesfarben),
Quelle, nach: 1.) Wikipedia (D), 2.) Roberto Breschi www.rbvex.it




Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
1816–1896,
Staatsflagge,
Quelle, nach: FOTW





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
1896–1935,
Staatsflagge und Landesfarben,
Quelle, nach: FOTW





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg
Variante mit Wappen





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg König King
1816–1864,
Flagge des Königs,
Quelle, nach: Snamjena Germanii





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg König King
1864–1891,
Flagge des Königs,
Quelle, nach: Wikipedia (D)





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg König King
1894–1918,
Flagge des Königs,
Quelle, nach: FOTW





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg Königin Queen
1897–1918,
Flagge der Königin,
Quelle, nach: FOTW





Flagge Fahne flag Württemberg Wuerttemberg Prinz Prince Kronprinz Crown Prince
1894–1918,
Flagge des Prinzen,
Quelle, nach: FOTW




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Bedeutung/Ursprung der Flagge

Die schwarzen Hirschstangen auf Gold bilden seit dem 13. Jahrhundert die zentrale Heraldik des Hauses Württemberg und so hatten sich Schwarz und Gold als Landesfarben etabliert. Die Farben Rot und Gold sind seit 1593 die Hausfarben der Württemberger, als die Mömpelgarder Linie der Familie den Herzogstitel erlangte. Am 14.12.1809 wurden die Landesfarben offiziell festgelegt, und zwar als Trikolore mit den Farben Schwarz, Rot und Gold. Dazu wurden die Hausfarben Gold und Rot in der Mitte mit einem schwarzen Streifen (Hirschstangen) ergänzt. Trikoloren während der Vorherrschaft Frankreichs nahezu ein muss, die französische Trikolore lieferte das Vorbild. Nach der Ära Napoleon wurden die dreifarbigen Landesfarben natürlich wieder abgeschafft. Die Farben Rot und Gold waren jedoch im benachbarten Baden im Gebrauch, Schwarz und Gold in den benachbarten Habsburgischen Gebieten. So blieb als mögliche Kombination nur noch die von Rot und Schwarz übrig, die am 26.12.1816 vom König als Landesfarben eingeführt wurden.

Ein für die Flagge bedeutsames Ereignis war die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Deutschen Reich im Jahre 1933. Alle offiziellen Nicht-Hakenkreuz-Flaggen die auf den Föderalismus, regionale Bezüge oder das Kaiserreich zurückgingen wurden zwischen 1933 und 1935 abgeschafft. Für die Nationalsozialisten galten die föderale Struktur des Deutschen Reiches, seine historisch gewachsenen Länder, als überholt, als Relikte einer zu überwindenenden Vergangenheit. In diesem Sinne wurden mehrere Gesetze erlassen, am 31.03.1933 das 'Vorläufige Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich', am 07.04.1933 das 'Zweite Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich' und schließlich, am 30.01.1934 das 'Gesetz über den Neuaufbau des Reiches'. Die föderale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wurde damit durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder wurden bedeutungslos. Ämter und Behörden hatten ab jetzt die Hakenkreuzflagge als Dienstflagge zu verwenden, und zwar bis zum 15. September 1935, als mit dem Reichsflaggengesetz eine Dienstflagge für alle Ämter und Behörden des Reiches geschaffen wurde. Die Ministerpräsidenten der Länder, ab spätestens 1933 alle von der NSDAP – und dann meist Reichsstatthalter genannt – blieben jedoch bis 1945 im Amt. Die entsprechenden Landesfarben galten mit Einschränkungen zwar weiter, auf jeden Fall aber nicht in Form von Flaggen. Sie wurden z.B. vereinzelt an Uniformen der SA oder bei bestimmten Dienstgraden der Hitlerjugend in der Brustschnur verwendet.

Nach dem Krieg wurde die Verwaltung innerhalb des Deutschen Reiches neu aufgebaut, und zwar lokal, über die Struktur der Länder. Das waren teilweise alte Länder, teilweise wurden neue Länder geschaffen. Dabei besann man sich oft der alten Landesfarben und reaktivierte sie – oder man schuf neue – für eingeschränkte hoheitliche Aufgaben, die der Kontrolle durch die Alliierten unterstanden. Mit der Gründung der BRD und der DDR wurde für beide Gebilde eine interne Länderstruktur final festgelegt und es wurden entsprechende offizielle Flaggen für die Länder eingeführt.

Quelle: Wikipedia (D), Heraldique Europeenne, Volker Preuß, Jürgen Kaltschmitt, Uniform-Fibel

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Wappen


Wappen Königreich Württemberg coat of arms kingdom of Wuerttemberg
1817–1918,
Wappen des Königreichs Württemberg,

Quelle, nach: Von Glasshouse - Eigenes WerkDiese Datei enthält Elemente, die von folgender Datei entnommen oder adaptiert wurden:  Coat of Arms of Mary of Teck.svg (von Sodacan).Diese Datei enthält Elemente, die von folgender Datei entnommen oder adaptiert wurden:  Lesser CoA luxembourg.svg (von Katepanomegas).Diese Datei enthält Elemente, die von folgender Datei entnommen oder adaptiert wurden:  Wapen van de provincie Antwerpen.svg (von Adelbrecht)., CC BY-SA 3.0, Link

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Bedeutung/Ursprung des Wappens

Das Wappen des Königreiches Württemberg zeigt einen gespaltenen goldenen Schild – manchmal auch eine mit Eichenlaub bekränzte Kartusche – mit den Hirschstangen (Insignien das Hauses Württemberg) auf der einen Seite und mit drei schwarzen Löwen (Insignien der Staufer als Herzöge von Schwaben) auf der anderen Seite. Schildhalter waren ein schwarzer bekrönter Löwe und ein goldener Hirsch. Das Postament wurde durch ein rotes Spruchband gebildet, es trug die goldene Inschrift "Furchtlos und trew". Die Hirschstangen bilden seit dem 13. Jahrhundert die zentrale Heraldik des Hauses Württemberg, die so immer wieder auf Wappen auftauchte, natürlich über Jahrhunderte immer wieder erweitert um die Symbolik gewonnener Titel und Territorien. Bedeutsam war hier 1444 das Erbe der Herrschaft Mömpelgard und deren Heraldik, zwei pfahlweise abgekehrte goldene Barben in Rot. Als die Stuttgarter Linie der Württemberger 1593 ausstarb und Friedrich I. aus der Mömpelgarder Linie Herzog wurde. Im herzoglichen Wappen tauchte jetzt die Heraldik von Mömpelgard (heute Montbéliard) auf. Und die Farben Rot und Gold werden seit dem als Hausfarben der Württemberger genannt. Schwarz und Gold hatten sich aber als Landesfarben längst etabliert. Mit dem Erwerb der Königswürde im Jahre 1805 wurde die Heraldik der Staufer als Herzöge von Schwaben – drei schwarze Löwen auf Gold – mit in das Wappen aufgenommen, denn König Friedrich I. erhoffte sich einen Zugewinn um die alten schwäbischen Gebiete in Baden, der heutigen Schweiz und nach Bayern hinein bis zum Lech. Nach der Ära Napoleon, mit dem Zerfall des Reiches und den Befreiungskriegen, reduzierte König Wilhelm I. von Württemberg im Jahre 1817 das bis dato überbordende Wappen auf seinen Herzschild und es zeigte seit dem nur noch die schwarzen Hirschstangen und die Löwen.

Quelle, nach: Wikipedia (D), Heraldique Europeenne



Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Löwe in der Heraldik". Ausführungen, Varianten, Entwicklung, sowie Panther und Leoparden.

Löwe, Wappen, Heraldik

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Kokarde


Kokarde Württemberg cockade Wuerttemberg
ab 1809,
Kokarde von Württemberg

Kokarde Württemberg cockade Wuerttemberg
1816–1919,
Kokarde von Württemberg

In der napoleonischen Zeit zeigten die Kokarden des Landes ab 1809 die Farbkombination Rot-Schwarz-Gelb, ab 1816 jedoch Schwarz-Rot-Schwarz.

Quelle, nach: Jürgen Kaltschmitt, nach
P. Bunde, Brigadeuniformtafel Nr. 319, Herzogenrath 2016

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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Kokarden".

Kokarde cockade
  Kokarde

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Zahlen und Fakten

Fläche: 19.508 km²

Einwohner: 2.580.000 (1925)

Bevölkerungsdichte: 130 Ew./km² (1925)

Hauptstadt: Stuttgart

Währung bis 1875: 1 Gulden = 60 Kreuzer

Währung 1875–1924: 1 Mark = 100 Pfennig

Währung 1924–1948: 1 Reichsmark (RM) = 100 Reichspfennig (Rpf.)

Quelle: Historisches Deutschland, Der Michel, Wikipedia (D)

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Geschichte

ca. 750-1268 · Herzogtum Schwaben

11. Jhd. · Schaffung der Grafschaft Württemberg

13.–14. Jhd. · Angliederung staufisch-schwäbischer Gebiete

1495 · Erhebung zum Herzogtum Württemberg

1519 · Herzog Ulrich verkauft den ganzen Besitz seines Hauses an die Habsburger

1534 · Herzog Ulrich regiert sein Land als österreichisches Lehen

1599 · Württemberg wird wieder Reichslehen (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation)

1803 · Abtretung linksrheinischer Gebiete an Frankreich, Erhebung zum Kurfürstentum Württemberg

1805 · Erhebung zum Königreich Württemberg

1819 · Einführung einer Verfassung

1849 · Wiedereinführung der Verfassung von 1819

1866 · im Bruderkrieg auf Seiten des Deutschen Bundes (Österreichs)

1871 · Beitritt zum Deutschen Reich, mit einer gewissen Sonderstellung (bis 1918 eigene Postverwaltung - Königlich Württembergische Post, bis 1903 auch eigene württembergische Briefmarken)

1918 · Novemberrevolution, Abdankung von König Wilhelm II.

1919 · neue Verfassung → Freier Volksstaat Württemberg

1945 · Besetzung durch US-amerikanische und französische Truppen, Auflösung des Landes Württemberg und Bildung der Länder Württemberg-Hohenzollern (französisch besetzt) und Württemberg-Baden (US-amerikanisch besetzt)

Quelle: Wikipedia (D), RetroLib Retrobibliothek, Discovery '97


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Ursprung des Landesnamens

Der Name "Württemberg" geht auf das frühere, bis 1918 regierende Herrschergeschlecht der Herzöge von Württemberg zurück, die ihren Namen auf die Burg Wirtemberg (in Stuttgart-Rotenberg gelegen) zurückführen. Mit der Erhebung des Herzogtums zum Kürfürstentum im Jahre 1803, wurde die Schreibweise des Landes offiziell von "Wirtemberg" in "Württemberg" abgeändert. Einer der Grunde dafür war auch, dass seine Majestät es Leid waren, daß Herrscher des Landes - ob nun Graf oder Herzog, "ewig und andauernd", sowohl von seinen Untertanen als auch von seinen deutschen Herrscherkollegen in Erinnerung an den sehr trinkfesten und -freudigen Grafen Eberhard von Wirtenperg (auch Wirrtemperg oder Wirtemberg) "Wirt am Berge" genannt wurde. Mit der neuen, vornehm-hochdeutschen Landesbezeichnung Württemberg war es mit derartig despektierlichen Scherzen aus und vorbei.(1) Manchmal wird statt "Württemberg" der Name "Schwaben" verwendet, was auf den hier lebenden deutsche Stamm der Schwaben zurück geht.

Quelle: (1)Jürgen Kaltschmitt, Wikipedia (D), Volker Preuß

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