Pfalz

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  • historische Landschaft in Deutschland
  • Palatinate
  • historical landcape in Germany
Übersicht – Contents:

 

Flagge – Flag:

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Flagge der Pfalz
– flag of Palatinate


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Landesfarben
– colours of the country


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Bedeutung/Ursprung der Flagge: Meaning/Origin of the Flag:
Die Flagge der Pfalz zeigt das Wappenbild. Es geht auf das Geschlecht der Salier (1024–1125 deutsche Könige und Kaiser) zurück, aus deren Besitzungen die Pfalzgrafschaft Rhein im Jahre 1155 gebildet wurde. Es zeigte ursprünglich einen rot bewehrten goldenen aufgerichteten (springenden) Löwen auf Schwarz. Die rote Krone kam erst im 14. Jahrhundert dazu. The flag of Palatinate shows the device. It has its roots in the lineage of the Salier (1024–1125 German kings and emperors) from their possessions the Palatinate County of Rhine was formed in the year 1155. It showed initially a red armed golden straightening (jumping) lion with on black. The red crown was added not until the 14th century.
Werden die Landesfarben (abgeleitet aus den Farben des Wappens) als Streifenflagge verwendet, müssen sie in der heraldisch richtigen Reihenfolge stehen, Gold über Schwarz. If the colours of the country (derived from the colours of the coat of arms) are in use as a striped flag, the stripes have to be arranged in the heraldic correct sequence, gold over black.
Eine weitere Flagge gilt als überliefert. Es ist eine Truppenfahne. Sie wurde 1604 erstmals erwähnt. Sie zeigte 16 horizontale Streifen, darin vier mal die Abfolge der farben Rot, Blau, Weiß und Gelb, und in der Mitte der Flagge einen rot bewehrten, goldenen Löwen, dessen die rechte Pranke den Reichsapfel (Amt des Erztruchsesses) trägt. Another flag is handed down. It is a troop flag, and it was first mentioned in 1604. It showed 16 horizontal stripes, in them four times the sequence of the colors red, blue, white and yellow, and in the middle of the flag a red armed, golden lion, whose right paw holds the the Imperial Orb (Rank of Erztruchsess).
Quelle/Source: www.perkeo-online.de
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andere Flagge – other Flag:
Die wiederbelebte Pfalz-Fahne
– the revitalized flag of Palatinate

mehr Infos hier

Flagge, Fahne, flag, Bezirksverband Pfalz

seit/since 1986,
Flagge des heutigen Bezirksverbandes Pfalz – flag of the today's Association of the Districts of Palatinate


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historische Flaggen – historical Flags:

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1329–16. Jhd.(?),
Flagge der Kurpfalz – Flag of Electoral Palatinate


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16. Jhd.(?)–1776,
Flagge der Kurpfalz
– Flag of Electoral Palatinate,
Quelle/Source: www.perkeo-online.de


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1776–1789,
Flagge der Kurpfalz als Teil Bayerns – Flag of Electoral Palatinate as a part of Bavaria


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1776–1789,
Flagge der Kurpfalz als Teil Bayerns mit Reichsapfel (Amt des Erztruchsesses) – Flag of Electoral Palatinate as a part of Bavaria with orb (rank of Erztruchsess)


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Wappen – Coat of Arms:

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Wappen der Pfalz
– coat of arms of Palatinate
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Bedeutung/Ursprung des Wappens: Meaning/Origin of the Coat of Arms:
Das Wappen der Pfalz geht auf das Geschlecht der Salier (1024–1125 deutsche Könige und Kaiser) zurück, aus deren Besitzungen die Pfalzgrafschaft Rhein im Jahre 1155 gebildet wurde. Es zeigte ursprünglich einen rot bewehrten goldenen aufgerichteten (springenden) Löwen auf Schwarz. Die rote Krone kam erst im 14. Jahrhundert dazu. Vermutlich geht diese Praxis auf die Funktion des Kurfürsten als Reichsvikar zurück, die er mit der Goldenen Bulle von 1356 übertragen bekommen hatte. The coat of arms of Palatinate has its roots in the lineage of the Salier (1024–1125 German kings and emperors) from their possessions the Palatinate County of Rhine was formed in the year 1155. It showed initially a red armed golden straightening (jumping) lion with on black.
The red crown was added not until the 14th century. Presumably this practice goes back to the function of the Elector as imperial vicar, which he had received with the Golden Bull of 1356.
Quelle/Source: Wikipedia (D)
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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Löwe in der Heraldik". Ausführungen, Varianten, Entwicklung sowie Panther und Leoparden.
Löwe, Wappen, Heraldik

 

Geschichte:
1155 · Schaffung der Pfalzgrafschaft Rhein im Rheintal aus ehemaligen Besitzungen der Salier
1214 · die Pfalz wird Lehen des Hauses Wittelsbach
1266 · Erwerb des bayerischen Nordgaus (Oberpfalz) durch Herzog Ludwig II.
1288 · Erwerb von Heidelberg durch Herzog Ludwig II.
1329 · Trennung der Rheinpfalz von Bayern, Erwerb der Kurwürde durch Ruprecht I. (Kurfürstentum Pfalz), später Erwerb von Zweibrücken, Mosbach und Simmern
1410 · Tod von Ruprecht III.
15./18. Jahrhundert · Erbteilungen, später Aussterben der Hauptline der Pfalz, Entstehung der Linen Pfalz-Zweibrücken, Pfalz-Simmern, Pfalz-Neuburg, Pfalz-Birkenfeld, Pfalz-Sulzbach, zeitweiser Verlust der Kurwürde an Bayern
1614 · Erwerb von Jülich und Berg
1742 · Aussterben der Linie Pfalz-Zweibrücken-Neuburg, Verlust der Kurwürde
1776 · Erbe des Kurfürstentums Bayern, Vereinigung von Bayern und der Pfalz
1793–1814 · die linksrheinischen Gebiete sind von Frankreich annektiert
1803 · Reichsdeputationshauptschluss, Umgestaltung der territorialen Gliederung des Deutschen Reiches, die rechtsrheinischen Gebiete der Pfalz kommen an Baden und Hessen-Darmstadt
1814–1815 · Wiener Kongress, Neuordnung Europas nach der Ära Napoléon, die linksrheinischen Gebiete kommen an Bayern
1816 · Bildung des bayerischen Regierungsbezirks Pfalz
1919 · Verlust von Territorien an das Saargebiet
1934 · die territoriale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wird durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder werden bedeutungslos
30.08.1947 · auf Beschluss der Alliierten wird das Land Rheinland-Pfalz aus dem Süden der preußischen Rheinprovinz, der bis dato bayerischen Pfalz und westrheinischen Gebieten Hessens gebildet (Rheinhessen)
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History:
1155 · establishment of the Palatinate County of Rhine in the valley of Rhine River from former possessions of the Salier dynasty
1214 · Palatinate becomes a fiefdom of the House of Wittelsbach
1266 · purchase of the Bavarian Northern Gau (Upper Palatinate) by duke Ludvig II.
1288 · purchase of Heidelberg by duke Ludvig II.
1329 · separation of Rhine-Palatinate from Bavaria, earning of the electoral dignity by Ruprecht I. (Electorate of Palatinate), later purchase of Zweibruecken, Mosbach and Simmern
1410 · death of Ruprecht III.
15th/18th century · legacy partitions, later vanish of the main lineage of Palatinate, arise of the Houses of Palatinate-Zweibruecken, Palatinate-Simmern, Palatinate-Neuburg, Palatinate-Birkenfeld, Palatinate-Sulzbach, temporary loss of the electoral dignity to Bavaria
1614 · purchase of Juelich and Berg
1742 · vanish of the lineage of Palatinate-Zweibruecken-Neuburg, loss of the electoral dignity
1776 · heritage of the Electorate of Bavaria, unification of Bavaria and Palatinate
1793–1814 · the left of River Rhine placed areas are annexed by France
1803 · German Mediatisation (Reichsdeputationshauptschluss), transformation of the territorial partition of the German Empire, the right of River Rhine placed areas become annexed to Baden and Hesse-Darmstadt
1814–1815 · Vienna Congress, reorganization of Europe after the Napoleonic era, the left of River Rhine placed areas come to Bavaria
1816 · establishment of the Bavarian administrative district of Palatinate
1919 · loss of territories to Saar Area
1934 · the territorial countries' structure of the German Empire becomes detached by the Gau's of the NSDAP, the countries become insignificant
30th of August 1947 · by order of the allies the country Rhineland-Palatinate was formed from the southern part of the Prussian Rhine Province, the till there Bavarian Palatinate and western rhenish territories of Hessen (Rhine Hessen)
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Ursprung des Landesnamens: Origin of the Country's Name:
Das früh- und hochmittelalterliche deutsche König- und Kaisertum war ein Reise-König- und Kaisertum. Mangels Hauptstadt mußte der Herrscher in allen Reichsteilen persönliche Präsenz zeigen. Standesgemäß wohnte er in einem Palast (lateinisch: Palatium =Pfalz, das die Pfalz umgebende Land, die zugehörigen Ländereien wurden „Palatinus“ genannt). Diese Pfalzen waren daher über das ganze Reichsgebiet verteilt. Die Finanzierung der Pfalzen oblag oft zur Hälfte dem jeweiligen Landesteil und dem Kaiser. Dabei offenbahrt sich das materielle mittelalterlichen Recht, wo es nicht genügte zu einem bestmmten Titel, wahl- oder erbberechtigt zu sein, nein, man musste zwingend im Besitz der entsprechenden Burg oder Liegenschaft sein, und natürlich auch im Besitz der entsprechenden Insignien (als König/Kaiser: Krone, Szepter, Reichsapfel, Heilige Lanze, Reichsschwert etc). Wenn man neben dem Titel als König/Kaiser diese Insignien besaß, wurden letzere fest und sicher verwahrt (z.B. Burg Trifels, oder Nürnberg). Sie wurden nicht auf die Reisen mitgenommen. Der König/Kaiser konnte den Verwalter einer solchen Pfalz in den Grafenstand – zum Pfalzgrafen – erheben. Einige dieser Pfalzgrafen konnten durch Grunderwerb die Ländereien Ihrer Pfalz erheblich vergrößern und sehr mächtig werden. Der mächtigste war der „Pfalzgraf bei Rhein“, der sogar zu den sieben Kurfürsten gehörte. Sein erheblicher Grundbesitz wurde zur „Pfalz“, ein Landstrich, wie wir ihn bis heute kennen. Der Titel der Pfalzgrafen wurde teilweise lange beibehalten, auch bis in Zeiten hinein, als keine Pfalzen mehr nötig waren. Dieses Reisekönigtum war in den anderen europäischen Staaten weniger ausgeprägt, trotzdem wurde auch dort vom König erwartet, daß er gelegentlich in anderen Landesteilen weilte und nicht nur in der jeweiligen Hauptstadt residierte: Kaum war der König von Polen Patron/Schutzherr der Freien Stadt Danzig wurde ihm vom Danziger Patriziat das Recht zugestanden, innerhalb der Stadt Danzig einen Gasthof zu unterhalten, um dort, wenn er in Danzig weilte – auf seine eigenen Kosten – standes- und ranggemäß wohnen zu können. Ebenso wird noch heute von der britischen Königin erwartet, daß sie in ihrer Eigenschaft als Königin von Schottland zumindest einmal im Jahr unter ihren schottischen Untertanen weilt (meist auf Schloss Balmoral). The early and high medieval German king- and emperorship was a traveling king- and emperorship. Lack of a capital the ruler had to show himself in personal presence in all parts of the empire. Befitting he lived in a palace (Latin: Palatium = Palatinate = German: Pfalz, the surrounding area of the Palatinate, its lands, were called "Palatinus"). These palaces were therefore spread throughout the whole empire. The financing of the palaces was often incumbent half of each part of the surrounding country and of the emperor.

With this is revealed the medieval material law, where it was not enough to get or to have a specific title, by election or  inherit, no, you had to be in imperative possession of the corresponding castle or estate, and also had to have the appropriate insignia (as king/emperor: crown, scepter, orb, holy lance, imperial sword etc). If you had those insignia – next to the title as king/ emperor – those were firmly and securely stored (for example, Trifels Castle or Nuremberg). They were not taken on trips.

The king/emperor could elevate the managers of such palatinates to a Count, a so called Count Palatine (Pfalzgraf). Some of these Counts Palatine could significantly increase the lands of their palatinate by acquisitions and became very powerful. The most powerful was the "Count Palatine of the Rhine", which was even one of the seven electors. His considerable land became the "Pfalz", a tract of land, as we know it until today. The titles of the Counts Palatine were maintained partly long, even up to the times when no palatinates were needed anymore.

This traveling kingshipwas was less pronounced in the other European countries, nevertheless it was also expected that the king sometimes stayed in other parts of the country and not only resided in the respective capital. As the King of Poland became the patron of the Free City of Danzig (Gdansk) it was conceded to him by the Danzig patricians the right to have an own inn within the City of Danzig, to live there - at his own expense - when he will come to Danzig. Likewise is it until today expected, that the british Queen lives at least once in a year under their Scottish subjects (usually at Château Balmoral) in her function as Queen of Scotland.
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Mit freundlicher
Untersützung von:
Kindly supported by:

Jürgen Kaltschmitt

 

 

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