Lübeck

  • bis 1937 Land des Deutschen Reiches
  • 1937 zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein eingeliedert
  • to 1937 country of the German Empire
  • 1937 incorporated to the Prussian province of Schleswig-Holstein
Übersicht – Contents:

 

Flaggen – Flags:

Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

1280–1937,
Landesflagge (Landesfarben)
– flag of the country (colours of the country)
Quelle/Source: World Statesmen


Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

1670–1839,
Staatsflagge – official flag,
Quelle/Source: World Statesmen


Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

1839–1850,
Staatsflagge – official flag,
Quelle/Source: World Statesmen


Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

1850–1890,
Staatsflagge – official flag,
Quelle/Source: World Statesmen


Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

1890–1937,
Staatsflagge – official flag,
1937–1941,
Stadtflagge – flag of the city
Quelle/Source: World Statesmen


Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

1895–1921,
Seedienstflagge
– naval official flag,
Quelle/Source: Flags of the World


Flagge Fahne flag Hansestadt Lübeck Luebeck

ab/since 1941,
Stadtflagge – flag of the city,
Quelle/Source: Flags of the World


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Kokarde – cockade:

Kokarde cockade Hansestadt Lübeck Luebeck

bis/to 1919,
Kokarde – cockade
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Bedeutung/Ursprung der Flagge: Meaning/Origin of the Flag:
Die Flagge von Lübeck zeigt die Landesfarben Rot und Weiß, welche auf das alte Wappen der Stadt zurückgehen. Dieses erscheint im Brustschild des Reichsadlers im neueren Lübecker Wappen. Der Adler, das Symbol des Deutschen Reiches, erinnert an Lübeck als "Freie und Reichsstadt".
1866 trat Lübeck dem Norddeutschen Bund bei, was sich in der Annahme einer Seedienstflagge widerspiegelte, welche die Farben des Norddeutschen Bundes zeigte: Schwarz und Weiß für Preußen, sowie Rot und Weiß für die Hansestädte.
The flag of Luebeck shoes the country's colours red and white, which go back to the old scutcheon of the town. That appears in the breast-shield of the empire's eagle in the newer coat of arms of Luebeck. The eagle, the symbol of the German Empire, remembers Luebeck as "free and empire's town".
In 1866 Luebeck joined the North German Federation, which was reflected in the adoption of a naval official flag, which showed the colors of the North German Federation: black and white for Prussia, as well as red and white for the Hanseatic towns.
Am 22.01.1941 wurde die heutige Flagge der Stadt Lübeck angenommen. Sie zeigt zwei waagerechte Streifen in Weiß und Rot, und den schwarzen Adler im weißen Streifen am Mast. On 22nd of January in 1941, the current flag was adopted in the city of Lübeck. It shows two horizontal stripes in white and red, and the black eagle in the white stripe on the mast.
Quelle/Source: Volker Preuß
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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Adler in der Heraldik"; Ausführungen, Varianten und Entwicklung.
Adler, Wappen, Heraldik

 

Landkarte – Map:


Quelle/Source: Stielers Hand-Atlas, Justus Perthes, 1891

Die Landkarte zeigt die Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck ca. 1890 in orangefarbener Umrandung.

Die Grenze des Deutschen Reiches ist rot, die Preußens blau, die von Mecklenburg-Schwerin gelb, die von Mecklenburg-Strelitz braun, und die Oldenburgs grün unterlegt.

The map shows the Hanseatic Cities of Bremen, Hamburg and Luebeck about the year 1890 within an orange colored border. The border of the German Empire is hatched in red, the Prussian in blue, the border of Mecklenburg-Schwerin in yellow, the border of Mecklenburg-Strelitz in brown, and the border of Oldenburg in green.
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Zahlen und Fakten – Numbers and Facts:
  • Fläche:
    298 km²
  • Area:
    115 square miles
  • Einwohner:
    106 000 (1905)
  • Inhabitants:
    106 000 (1905)
  • Bevölkerungsdichte:
    356 Ew./km²
  • Density of Population:
    921 inh./sq.mi.
  • Währung:
    • bis 1867:
      1 Mark Courant = 16 Schillinge =
      32 Sechslinge
    • 1868–1871:
      1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfg.
    • 1871–1924:
      1 Mark = 100 Pfennig
    • 1924–1937:
      1 Reichsmark (RM)
      = 100 Reichspfennig (Rpf.)
  • Currency:
    • to 1867:
      1 Mark Courant = 16 Schillinge =
      32 Sechslinge
    • 1868–1871:
      1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfg.
    • 1871–1924:
      1 Mark = 100 Pfennig
    • 1924–1937:
      1 Reichsmark (RM)
      = 100 Reichspfennig (Rpf.)
Quelle/Source: Wikipedia (D), World Statesmen, Der Michel
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Geschichte:
um Christi Geburt · in der Region siedeln germanische Stämme, wahrscheinlich Sachsen
375 · Hunneninvasion, Beginn der Völkerwanderung, Abwanderung der alten Germanischen Stämme in das Römische Reich, Nachrücken anderer Germanischen Stämme in Richtung zur Römischen Grenze, die Sachsen wandern nach England und in das Wesergebiet ab, in das nun menschenleere Gebiet (Germania Slavica) wandern Slawen ein, in der Gegend um das heutige Lübeck sind es ab dem 7. Jahrhundert Slawen vom Stamm der Obodriten
819 · Gründung von Liubice (Alt-Lübeck) durch den slawischen Stamm der Obodriten
ca. 900 · im Ostfrankenreich (späteres Deutsches Reich) bilden sich fünf Stammesherzogtümer heraus (Sachsen, Bayern, Schwaben, Franken und Lothringen), Beginn der Ostexpansion in der Germania Slavica zwischen den Flüssen Saale/Elbe und Oder/Neiße, die Elbe wird Richtung Nordosten überschritten, und bis ca. 960 die Ostsee und die Oder erreicht, die Obodriten werden der Mark (Markgrafschaft) des Hermann Billung angeschlossen
1093 · Liubice wird Residenz eines slawischen Fürsten
1127 · Liubice wird durch den slawischen Stamm der Ranen zerstört
1143
· Gründung von Lübeck durch Graf Adolf II. von Holstein
1160 · Lübeck wird Bischofssitz und erhält das Stadtrecht
1189 · Lübeck kommt an das Herzogtum Sachsen
1192 · Lübeck kommt an Holstein
1201–1225 · unter dänischer Herrschaft
1226 · Eingemeindung von Alt-Lübeck (ca. 1100 gegründet)
1226 · Erhebung zur Freien Reichsstadt durch Kaiser Friedrich II.
ca. 1280 · Gründung des Hansischen Städtebundes (Hanse)
1361 · die Stadt Wisby auf Gotland, bis dato der Hauptort der Hanse, wird vom dänischen König Waldemar IV. erobert, der Sitz der Hanse wird nach Lübeck verlegt
14.–16. Jhd. · starker wirtschaftlicher und kultureller Einfluss im Ostseeraum
1563–1570 · Nordischer Krieg (Hanse und Dänemark gegen Schweden), Schweden setzt sich durch
1570 · Frieden von Stettin, die politische Bedeutung Lübecks endet
1669 · letzter Hansetag in Lübeck
1792, 1796, 1800 und 1805 · Invasionen französischer Revolutionstruppen unter Napoléon in das Deutsche Reich, das Deutsche Reich unterliegt und wird von Napoléon territorial umgestaltet
1803 · Reichsdeputationshauptschluss, Umgestaltung der territorialen Gliederung des Deutschen Reiches, geistliche Besitzungen werden enteignet, alte Fürstenterritorien und freie Städte werden enteignet oder aufgehoben und alten oder neuen Fürstentümern übertragen, die Zahl der Gebietskörperschaften des Reiches wird dadurch von 300 auf 60 reduziert
1806 · Besetzung durch französisch-napoleonische Truppen
12.07.1806 · Napoléon erzwingt die Gründung des Rheinbundes, ein Zusammenschluss von sechzehn süd- und südwestdeutschen Staaten unter französischem Protektorat
01.08.1806 · die Staaten des Rheinbunds treten aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus
06.08.1806 · Kaiser Franz II. legt die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder, das Reich endet
1810 · Lübeck wird von Frankreich annektiert
1811 · Abzug der Franzosen
Oktober 1813 · Niederlage Napoléons bei Leipzig, der Rheinbund beginnt zu zerfallen, Napoléon und seine Truppen ziehen sich hinter den Rhein zurück, Wiederherstellung der Freien und Hansestadt Lübeck
1814–1815 · Wiener Kongress, Neuordnung Europas nach der Ära Napoléon, die Besitzverhältnisse und die Raumordnung im ehemaligen Deutschen Reich werden wieder hergestellt, jedoch nicht die Souveränität der geistlichen Länder, deren Besitzungen werden alten oder neuen Fürstentümern übertragen oder angeschlossen, die 39 verbleibenden deutschen Staaten – so auch Lübeck – werden in einem lockeren Zusammenschluss, dem Deutschen Bund organisiert
1866 · Deutscher Krieg (Bruderkrieg) Preußens und seiner Verbündeten gegen Österreich und seine Verbündeten, Preußen siegt, Lübeck steht auf der Seite Preußens, Beitritt zum Norddeutschen Bund
01.01.1868 · Verkauf der Rechte an der gemeinsamen Verwaltung von Bergdorf mit Hamburg an Hamburg
1868 · Beitritt zum Deutschen Zollverein
1871 · Beitritt zum Deutschen Reich
1934 · die territoriale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wird durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder werden bedeutungslos
26.01.1937 · Groß-Hamburg-Gesetz, das Territorium der Stadt Hamburg wird auf Kosten preußischen Territoriums erheblich vergrößert, dafür wird die Stadt Lübeck von Preußen annektiert, die (seit 1934 marginale) Souveränität der Stadt endet, sie wird der Preußischen Provinz Schleswig-Holstein angeschlossen
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History:
about Christ's birth · in the region settle Germanic tribes, possibly Saxons
375 · Hun invasion, the beginning of the Great Transmigration (Hike of Nations), migration of the old Germanic tribes into the Roman Empire, moving up of other Germanic tribes towards the Roman border, the Saxons migrate to England and in the Weser River Region, in the now deserted area (Germania Slavica) immigrate Slavs, into the region around today's Luebeck immigrate from the 7th century Slavs from the tribe of the Obodrites
819
· foundation of Liubice (Old-Luebeck) by the Slavic tribe of the Obodrites
900 · in the East Frankish Kingdom forme out five tribal duchies (Saxony, Bavaria, Swabia, Franconia and Lorraine), the beginning of the eastward expansion into Germania Slavica between the rivers Saale/Elbe and the Oder/Neisse, the Elbe river becomes crossed to the north-east, and about 960 the Baltic Sea and the Oder River are reached, the Obodrites become annexed to the Mark (Margraviate) of Hermann Billung
1093 · Liubice becomes the residence of a Slavic prince
1127 · Liubice is destroyed by the Slavic tribe of the Ranen
1143
· foundation of Luebeck by earl Adolf II. of Holstein
1160 · Luebeck becomes a bishopric and gets granted the city rights
1189 · Luebeck comes to the Duchy of Saxony
1192 · Luebeck comes to Holstein
1201–1225 · under Danish rule
1226 · incorporation of Old-Luebeck (est. ca. 1100)
1226 · levied to an Free Imperial City by emperor Friedrich II.
ca. 1280 · establish of the Hanseatic League
1361· the City of Visby on Gotland, until now the capital of the Hanseatic League, is conquered by the Danish King Waldemar IV., the seat of the Hanseatic League is moved to Luebeck
14th–16th cent. · powerful economical and cultural influence in the Baltic Sea area
1563–1570 · Nordic War (Hanse and Denmark against Sweden), Sweden achieves
1570 · peace of Stettin, the political importance of Luebecks ends
1669 · last Hanse congress in Luebeck
1792, 1796, 1800 and 1805 · invasions of French revolutionary troops under Napoleon in the German Empire, the German Empire subjectes and becomes territorially transformed
1803 · German Mediatisation (Reichsdeputationshauptschluss), transformation of the territorial partition of the German Empire, ecclesiastical possessions become confiscated, old princely territories and free cities become confiscated or dissolved or annexed to old or new principalities, the number of sovereign authorities and estates of the empire is thus reduced from 300 to 60
1806 · occupation by French troops under Napoléon
12th of July in 1806 · Napoleon forces the creation of the Rhine Confederation, an alliance of sixteen southern and southwestern German states under French protectorate
1st of August 1806 · the states of the Rhine Confederation declare themselves sovereign and resign from the Holy Roman Empire of German Nation
6th of August in 1806 · Emperor Franz II. lays down the crown of the Holy Roman Empire of German Nation, the empire ends
1810 · Luebeck is annexed by France
1811 · withdrawal of the French
October 1813 · Napoleon's defeat at Leipzig, the Rhine Confederation begins to fall apart, Napoleon and his troops withdraw behind the Rhine River, restoration of the Free and Hanseatic City of Luebeck
1814–1815 · Congress of Vienna, reconstruction of Europe after the era of Napoleon, the ownership and the administrative partitions in the former German Empire become restored, but not the sovereignty of the ecclesiastical countries, their possessions become transferred to old or new principalities, the 39 remaining German states – in this way Luebeck too – become organized in a loose association, the German Confederation
1866 · German War (civil war), Prussia and its allies against Austria and its allies, Prussia wins, Luebeck is on the side of Prussia, join of the North German Confederation
1st of January in 1868 · selling of the claims in the mutual government of Bergdorf with Hamburg to Hamburg
1868 · joining of the Customs Association
1871 · joining of the German Empire
1934 · the territorial structure of the states of the German Empire becomes replaced by the districts of the NSDAP, the countries become meaningless
1937 · Greater Hamburg Act, the territory of the City of Hamburg becomes significantly increased at the expense of the Prussian territory, in exchange Prussia annexes the city of Luebeck, the (since 1934 marginal) sovereignty of the city ends, it becomes affiliated to the Prussian Province of Schleswig-Holstein
Quelle/Source: Wikipedia (D), World StatesmenDiscovery '97
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Ursprung des Landesnamens: Origin of the Country's Name:
Als Graf Adolf II. von Holstein im Jahre 1143 die Stadt Lübeck gründete, benannte er sie nach der in der Nähe gelegenen slawischen Siedlung Liubice, die 1226 als Alt-Lübeck eingemeindet wurde. Liubice kommt von dem Wort 'liuback', was 'anmutig' heißt. Lübeck ist also 'Die Anmutige'. In späterer Zeit schmückte sich Lübeck mit dem Titel: "Die Königin der Hanse". When Count Adolf II. of Holstein in 1143 founded the City of Lübeck, he named it after the near lying Slavic settlement called Liubice, which was incorporated in 1226 as Old-Luebeck. Liubice comes from the word 'liuback' which means 'graceful'. Luebeck is therefore 'The Gracious'. In later times Luebeck adorned itself with the title "The Queen of the Hanse".
Quelle/Source: Handbuch der geographischen Namen
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