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Österreich

 

Übersicht

Flaggen

historische Flaggen

Bedeutung/Ursprung der Flagge

heutiges Wappen

historische Wappen

Bedeutung/Ursprung des Wappens

Landkarte der Bundesländer

Zahlen und Fakten

Geschichte

frühere Kronländer Österreich-Ungarns (bis 1918)

Ursprung des Landesnamens



weitere Seiten zu Österreich (historische Flaggen und Wappen):

Reich der Österreichischen Habsburger (bis 1804)

Kaiserreich Österreich (1804–1867)

Österreich-Ungarn (1867–1918)



Flaggen

Flagge Fahne flag Österreich Austria National flag national flag Merchant flag merchant flag
National- und Handelsflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Austria State flag Official flag official flag state flag Präsident president
Staats- und Dienstflagge und Flagge des Präsidenten,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at



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historische Flaggen

Flagge Fahne flag Österreich Austria National flag national flag Merchant flag merchant flag
1918–1938
National- und Handelsflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Austria State flag Official flag official flag state flag Präsident president
1918–1934
Staats- und Dienstflagge und Flagge des Präsidenten,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Austria State flag Official flag official flag state flag Präsident president
1934–1938
Staats- und Dienstflagge und Flagge des Präsidenten,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Austria Vaterländische Front
1935–1938
Flagge, im Inland gleichberechtigt neben der Nationalflagge zu hissen,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at





Flaggen der Patrouillenboote (Donau-Flotte):

Flagge Fahne flag Österreich Patrouillenboote Patrol-Boats Donau-Flotte Donau River Fleet
1918–1926,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Patrouillenboote Patrol-Boats Donau-Flotte Donau River Fleet
1918–1926,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Patrouillenboote Patrol-Boats Donau-Flotte Donau River Fleet
1934–1938,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Patrouillenboote Patrol-Boats Donau-Flotte Donau River Fleet
1955–1984,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at




Flagge Fahne flag Österreich Patrouillenboote Patrol-Boats Donau-Flotte Donau River Fleet
1984–2006,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at





Flagge der Strompolizei:

Flagge Fahne flag Österreich Patrouillenboote Patrol-Boats Strompolizei River Police
1955–1988,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Jürgen Kaltschmitt



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Bedeutung/Ursprung der Flagge

Die Flagge Österreichs zeigt drei waagrechte Streifen in Rot, Weiß und Rot. Die Farben stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert, wurden zu den Farben des Herzogtums Österreich (siehe unten bei Wappen), und wurden schließlich im Jahre 1786 als Marine- und Kriegsflagge für die gesamten Österreichisch-Habsburgischen Gebiete eingeführt.

Für den Deutschen Bund, der von Österreich dominiert war, wurde 1848 eine schwarz-rot-goldene Flagge eingeführt. Diese Flagge wurde offiziell nur bis 1850 verwendet, doch gerade die österreichischen Truppen präsentierten sich noch 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg unter dieser Flagge. Seitdem verkörperte, nicht nur in Österreich, die schwarz-rot-goldene Flagge auch den großdeutschen Gedanken, den Zusammenschluss aller Staaten deutscher Sprache. Das wurde 1918, nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns kurz wieder aktuell, als sich die Republik Deutsch-Österreich konstituierte, die sich in einen gesamtdeutschen Staat einbringen wollte, was letztlich 1919 durch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs unterbunden wurde.

Am 12.11.1918 wurde die rot-weiß-rote Flagge eingeführt und bis zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13.03.1938 beibehalten. Noch vor der Kapitulation des Deutschen Reiches wurde diese Flagge am 01.05.1945 per Gesetz als Flagge Österreichs wieder eingeführt, und 1984 bestätigt. Die Farbenkombination von Rot, Weiß und Rot geht auf den Bindenschild von Herzog Leopold V. aus dem Hause Babenberg zurück. Die Legende erzählt, dass der Schild im Jahre 1191 entstand, als der Herzog nach der Schlacht von Akko den Gürtel von seinem blutigen Gewand löste, und so das Symbol des weißen Streifens auf rotem Untergrund schuf. Erstmals nachgewiesen ist der Bindenschild jedoch auf dem Siegel des letzten Babenbergers Friedrich II. aus dem Jahre 1230.

Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg kam es in Österreich-Ungarn zur Revolution. Die Habsburger Monarchie wurde gestürzt und am 12.11.1918 die Republik Österreich proklamiert. Die die nicht-deutschen Landesteile spalteten sich jedoch in eigenen Staaten ab (z.B. Ungarn, Tschechoslowakei ...). Als Nationalflagge wurde eine Flagge mit drei waagrechten Streifen in Rot, Weiß und Rot ohne Wappen angenommen. Die Staatsflagge wurde noch um die Darstellung eines schwarzen Adlers mit nur einem Kopf, einer Mauerkrone, Sichel und Hammer (Symbole von Bürgerstand, Bauern und Arbeiter) in den Krallen, und einem rot-weiß-roten Brustschild ergänzt.

Am 01.05.1934 wurde in Folge des Bürgerkriegs eine neue Verfassung verabschiedet und damit die Staatsflagge geändert. Es wurde der doppelköpfige Habsburger Adler in die Mitte der Flagge gesetzt. Seit 1935 durfte die Flagge der Vaterländischen Front (VF) – ein Zusammenschluss aller regierungstreuen Gruppen in Österreich, die Marxismus und Nationalsozialismus ablehnten – im Inland gleichberechtigt neben der Nationalflagge gehisst werden. Das wurde am 28.12.1936 im "Gesetz über die Bundesflagge" bestätigt. In der Praxis wurde aber oft nur die Flagge der VF verwendet, auch ohne den grünen Sparren am Liek, der die Wälder Österreichs symbolisieren sollte. Die Flagge der VF glich im Grundaufbau der Flagge Österreichs, drei Streifen in Rot, Weiß und Rot, jedoch wurde noch der grüne Sparren am Liek ergänzt, und es wurde in der Mitte der Mitte der Flagge eine weiße Scheibe aufgelegt, auf der ein rot umrandetes Krukenkreuz zu sehen war. Ein Krukenkreuz ist ein verkürztes Jerusalemkreuz, es wurde schon ab 1925 von der Republik Österreich auf Münzen und Orden verwendet. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13.03.1938 wurde dessen Flaggensystem übernommen.

Die Flaggen der Österreichischen Bundesländer werden mit oder ohne Wappen gezeigt. Amtlich verwendet, tragen sie immer das Wappen, jedoch darf auch die Bevölkerung Flaggen mit Wappen verwenden.

Quelle: Flaggen Wappen Hymnen, Die Welt der Flaggen, Volker Preuß, Jürgen Kaltschmitt

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heutiges Wappen


Wappen coat of arms Österreich Austria
Wappen Österreichs,
Quelle, nach: Corel Draw 4

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historische Wappen


Wappen coat of arms Deutsch-Österreich German-Austria Österreich Austria
1918,
Entwurf zum Wappen der Republik Deutsch-Österreich,
Quelle, nach: Jürgen Kaltschmitt


Wappen coat of arms Österreich Austria
1919–1934,
Wappen der Republik Österreich,
Quelle, nach: Corel Draw 4, Dr. Peter Diem www.peter-diem.at


Wappen coat of arms Bundesstaat Österreich Federal State of Austria
1934–1938,
Wappen des Bundesstaats Österreich,
Quelle, nach: Dr. Peter Diem www.peter-diem.at

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Bedeutung/Ursprung des Wappens

Das Staatswappen zeigt seit dem 21.10.1919 einen schwarzen Adler mit einer Mauerkrone, Sichel und Hammer (Symbole von Bürgerstand, Bauer und Arbeiter), auf der Brust einen rot-weiß-roten Schild. Am 01.05.1934 wurde dieses Wappen durch die Darstellung eines doppelköpfigen Habsburger Adlers ersetzt. Im Jahre 1918 wurde zunächst ein anderes Wappen für die Republik Deutsch-Österreich vorgeschlagen. Es zeigte eine schwarze Burg (Bürgertum), rote, gekreuzte Hämmer (Arbeiter) und goldene Ähren (Bauern). Vom 13.03.1938 bis zum 01.05.1945 gehörte Österreich zum Deutschen Reich. Nach dem Kriege wurde wieder das Wappen von 1919 eingeführt, allerdings kamen gesprengte Ketten an den Beinen des Adlers als Symbol der Befreiung vom Nationalsozialismus hinzu.

Das gegenwärtige Wappen ist in der Österreichischen Verfassung (Abteilung 1, Artikel 8a Abs. 2) beschrieben. "Das Wappen der Republik Österreich (Bundeswappen) besteht aus einem freischwebenden, einköpfigen, schwarzen, golden gewaffneten und rot bezungten Adler, dessen Brust mit einem roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen Schild belegt ist. Der Adler trägt auf seinem Haupt eine goldene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen. Die beiden Fänge umschließt eine gesprengte Eisenkette. Er trägt im rechten Fang eine goldene Sichel mit einwärts gekehrter Schneide, im linken Fang einen goldenen Hammer."

Das Schild in den Farben Rot, Weiß und Rot wird auch Bindenschild genannt, und ist sehr alt. Es kam über die gleich gestaltete Lehensfahne der Eppensteiner über die steirischen Traungauer und die steirischen Otakare 1192 auf die österreichischen Babenberger. Die Eppensteiner waren ein bedeutendes Adelsgeschlecht, aus dessen Reihen einige der Herzöge von Kärnten kamen. Als die Eppensteiner 1122 ausstarben, ging der gesamte Besitz – mit Wappen und Lehensfahne – an die steirischen Traungauer. Der Bindenschild kam schließlich an Österreich, als die Traungauer 1192 ausstarben, und das Erbe – wiederum mit Wappen und Lehensfahne – an die Babenberger kam, die damals Herzöge von Österreich waren.

Es gibt allerdings eine weit verbreitete Legende, welche die Entstehung des Bindenschilds sehr anschaulich darstellt: Der Babenberger Leopold V., Herzog von Österreich, hatte während des Dritten Kreuzzugs an der Belagerung von Akkon teilgenommen (1189-1191), und war derartig heftig an Zweikämpfen beteiligt, dass sein tunikaähnlicher Waffenrock vollständig von "Heidenblut" getränkt war. Als er seinen breiten Schwertgurt abnahm, war auf dem Gewand an dieser Stelle nur noch ein breiter weißer Streifen zu sehen. Leopolds eigenes Banner war in der Schlacht verlorengegangen, so dass er von Kaiser Heinrich VI. in Erinnerung an seine Heldentaten ein Banner mit diesem Bild – drei Streifen in Rot, Weiß und Rot – verliehen bekam. In Wirklichkeit hatte der König von England sein Banner in den Stadtgraben von Akkon werfen lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Lesen Sie mehr dazu → hier.

Quelle: Flaggen Wappen Hymnen, Volker Preuß, Jürgen Kaltschmitt

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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Adler in der Heraldik"; Ausführungen, Varianten und Entwicklung.

Adler, Wappen, Heraldik

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Landkarte der Bundesländer

Die Bundesländer Österreichs:
interaktive Landkarte – interactive Map
Quelle: Volker Preuß


Burgenland

Kärnten

Niederösterreich

Oberösterreich

Salzburg

Steiermark

Tirol

Vorarlberg

Wien

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Zahlen und Fakten

Fläche: 83.879 km²

Einwohner: 8.858.775 (2019), davon 87% deutschsprachige Österreicher, 2% Slowenen, Kroaten, Ungarn

Bevölkerungsdichte: 106 Ew./km²

Religionen (2016): 59% Katholiken, 3% Protestanten, 8% Moslems

Hauptstadt: Wien, 1.897.500 Ew. (2019)

Amtssprache: Deutsch

sonstige Sprachen: Ungarisch, Slowenisch, Kroatisch

Währung: 1 Euro = 100 Cent

Zeitzone: MEZ

Quelle: Wikipedia (D)

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Geschichte

Antike · im heutigen Österreich siedeln Räter und Kelten

ab 14 v.Chr. · römische Eroberung, Errichtung der Provinzen Noricum und Pannonia superior

166–168 · Einfälle der germanischen Stämme der Markomannen, Quaden und Langobarden

233 · Einfälle der Quaden

254 · Einfälle der Markomannen

409–452 · Hunneneinfälle

476 · Absetzung des letzten römischen Kaisers Romulus Augustulus, Ende des (West)Römischen Reiches, das heutige Österreich gehört bis 553 zu den Reichen der Ostgoten und der Langobarden, Besiedlung durch Bajuwaren

788 · Eroberung durch das Frankenreich der Karolinger

795 · Bildung der "Awarischen Mark"

843/870/880 · bei der Teilung des Frankenreiches kommt die Awarische Mark zum Ostfänkischen Königreich (später Deutsches Reich genannt)

900–955 · Ungarneinfälle

955 · Schlacht auf dem Lechfeld, Sieg über die Ungarn, Bildung der Bayerischen Ostmark, 996 erstmals "Ostarrîchi" genannt

976 · Bildung des Herzogtums Kärnten, der Markgrafschaften Ostmark (Österreich), Steiermark und Krain, der Grafschaften Tirol und Görz, des Erzbistums Salzburg, des Bistums Trient und des Patriarchats von Aquileia

976 · das Haus Babenberg wird zu den Markgrafen der Ostmark

1156 · Österreich (Ostmark) wird Herzogtum

1180 · Steiermark wird Herzogtum

1192 · die Steiermark kommt an die Babenberger

1246 · Aussterben der Babenberger, Österreich und Steiermark kommen an die böhmischen Premysliden

1273 · Rudolf von Habsburg wird deutscher König

1278 · Rudolf von Habsburg besiegt die böhmischen Premysliden und erwirbt Österreich und Steiermark

1335 · die Habsburger erwerben Kärnten und Krain

1363 · die Habsburger erwerben Tirol

1374 · die Habsburger erwerben Istrien (die Küste verbleibt bei Venedig)

1382 · die Habsburger erwerben Triest

1394 · Krain wird Herzogtum

1438 · das Haus Habsburg stellt ab diesem Jahr die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Wahlkaisertum)

1477 · die Habsburger erwerben die Freigrafschaft Burgund

1496 · die Habsburger sichern sich Spanien durch Heirat

1500 · die Habsburger erwerben die Grafschaft Görz

1526 · die Habsburger erwerben durch Erbschaft Böhmen, Schlesien, die Lausitz von den Luxemburgern, sowie nach der Schlacht von Mohács die Ungarische Krone, das Königreich Ungarn bleibt zwischen Österreich und den Türken als schmaler Streifen bestehen, Ungarn selbst geht zu 80% an die Türken

1556 · das Haus Habsburg teilt sich in eine spanische und eine österreichische Linie

1683 · Abwehr der Türken vor Wien

1697 · Schlacht von Karlowitz, die Türken verlieren Ungarn, Slavonien, Kroatien und das Fürstentum Siebenbürgen an Habsburg

1718 · Frieden von Passarowitz, Habsburg erwirbt das Banat

1701–1713 · Aussterben der Spanischen Habsburger, Spanischer Erbfolgekrieg

1713 · Frieden von Utrecht, die ehemals Spanischen Niederlande (Belgien), Sardinien, Neapel, Parma und Piacenza kommen an Österreich (Haus Habsburg österreichische Linie), Spanien geht an die Bourbonen

1740–1748 · Österreichischer Erbfolgekrieg, quasi Pattsituation, Österreich verliert jedoch Schlesien an Preußen, Parma und Piacenza an die spanischen Bourbonen

1772 · Erste Polnische Teilung, Österreich erwirbt Galizien

1775 · Österreich erwirbt die Bukowina

1795 · Dritte Polnische Teilung, Österreich erwirbt Kleinpolen (Westgalizien)

1797–1809 · Französische Revolutionskriege: ein Teil Österreichs (Steiermark) wird 1797 von den Franzosen besetzt

1797 · Friede von Campo Fòrmio nach den Französischen Revolutionskriegen, Österreich verliert die Österreichischen Niederlande und die Lombardei, erhält aber die Republik Venedig

1803 · Reichsdeputationshauptschluss, Österreich erhält Trient und Brixen

1804 · Franz II. von Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wird als Franz I. auch Kaiser von Österreich, Gründung des Kaiserreichs Österreich

1805 · Friede von Preßburg nach dem 3. Koalitionskrieg, Österreich verliert Venetien, Tirol und Vorarlberg

1806 · Kaiser Franz II. legt die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder, das Deutsche Reich endet

1809 · Friede von Wien, Österreich verliert Salzburg, das Innviertel, Westgalizien und Teile von Ostgalizien und tritt Istrien, Triest, Görz, Krain, Kärnten, Kroatien, und Dalmatien an Frankreich ab, die 1810 zu den französischen "Illyrischen Provinzen" zusammengefasst werden

1813 · Kriegserklärung an Frankreich (Napoléon)

1814 · Wiener Kongress, das Kaiserreich Österreich (Haus Habsburg) erhält die 1809 verlorenen Gebiete zurück, sie werden zum Habsburgischen Königreich Illyrien zusammengefasst, Dalmatien und Kroatien werden wieder an Ungarn (unter den Habsburgern, Teil des Kaiserreichs Österreich) angeschlossen, Österreich erhält ab 1815 den Vorsitz im Deutschen Bund

1848/1849 · Revolution in Wien, Bürgerkrieg zwischen Ungarn und Kroaten, Aufstände in Prag, Mailand und Venedig, daraufhin dankt Kaiser Ferdinand I. ab und Franz Joseph I. von Habsburg wird neuer Kaiser, die Aufstände werden niedergeschlagen und er erlässt eine neue Verfassung: die Titular-Erblande der Habsburger im Kaiserreich Österreich werden zu Kronländern mit eigenen Landtagen umgewandelt, der dalmatische Landtag lehnt den Anschluss an Kroatien ab, das Königreich Dalmatien wird ein eigenes Kronland der österreichischen Krone, Kroatien und Slawonien werden zum "Königreich Kroatien und Slawonien" vereinigt, das als Nebenland bei der ungarischen Krone verbleibt

1859 · Österreich verliert die Lombardei an Sardinien

1866 · Bruderkrieg (Preußen gegen den Deutschen Bund), Preußen siegt, Zerschlagung des Deutschen Bundes, Österreich verliert Venetien, Gründung des Norddeutschen Bundes (ohne Österreich) unter der Führung Preußens

08.02.1867 · Österreichisch-Ungarischer Ausgleich, gleiches Recht für beide Landesteile, Entstehung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, Österreich: bestehend aus den österreichischen Kronländern, Ungarn: bestehend aus Ungarn selbst und seinen Nebenländern, das Haus Habsburg stellt in einer Person den Kaiser von Österreich und den König von Ungarn, Einrichtung von gemeinsamen Ministerien in Außenpolitik, Finanzen und Verteidigung

1878 · Berliner Kongress, Österreich-Ungarn erhält Bosnien (einschl. Herzegowina)

1908 · Bosnien wird Österreich-Ungarn als Reichsland angegliedert

28.06.1914 · Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Frau, Beginn des Ersten Weltkriegs (1914–1918), das Deutsche Reich ist dabei Verbündeter Österreichs

28.10.1918 · Separation der Tschechoslowakei

19.10.1918 · Separation Jugoslawiens

01.11.1918 · Separation Ungarns

03.11.1918 · Waffenstillstand

11.11.1918 · Kaiser Karl I., verzichtet in Österreich auf die Ausübung seiner Herrschaft

12.11.1918 · Proklamation von Deutsch-Österreich zur Republik Österreich als Bestandteil der „Deutschen Republik“

13.11.1918 · Karl IV. (Karl I.), verzichtet in Ungarn zeitweilig auf die Ausübung seiner Herrschaft, Ende der Habsburger Monarchie

10.09.1919 · Friedensvertrag von Saint-Germain, Verzicht auf Südtirol und deutsche Gebiete in Böhmen, Anerkennung der Tschechoslowakei, Polens, Ungarns und Jugoslawiens, Verzicht auf einen Beitritt zum Deutschen Reich, Zahlung von hohen Reparationen

1920–1934 · Phase wirtschaftlicher Krisen und Bürgerkrieg

01.05.1934 · neue Verfassung, die Bezeichnung "Republik Österreich" wird abgeschafft und durch "Bundesstaat Österreich" ersetzt

11.03.1938 · Machtergreifung durch den Nationalsozialisten Seyß-Inquart

13.03.1938 · Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, Umbenennung in "Ostmark"

1939–1945 · Zweiter Weltkrieg

27.04.1945 · Proklamation der Republik Österreich "Zweite Republik"

Mai 1945 · die Ostmark wird vollständig von alliierten Truppen besetzt

15.05.1955 · Staatsvertrag, volle Souveränität bei immerwährender Neutralität

01.01.1995 · Beitritt Österreichs zur Europäischen Union

03.10.1999 · Parlamentswahl, neue Regierung

04.02.2000 · die EU erkennt die Folgen der demokratischen Regierungsbildung nicht an und verhängt Sanktionen gegen Österreich

12.09.2000 · die Sanktionen der EU gegen Österreich müssen aufgehoben werden

Quelle: Atlas zur Geschichte, Wikipedia (D), World Statesmen, RetroLib Retrobibliothek, Discovery '97, Weltgeschichte, Volker Preuß

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frühere Kronländer Österreich-Ungarns (bis 1918)

Landkarte ca. 1910:
interaktive Landkarte – interactive Map
Quelle: Volker Preuß

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weitere Seiten zu Österreich (historische Flaggen und Wappen):

Reich der Österreichischen Habsburger (bis 1804)

Kaiserreich Österreich (1804–1867)

Österreich-Ungarn (1867–1918)


Ursprung des Landesnamens

Der Name "Österreich" bedeutet "Ost Reich". Dieser Name geht auf die im Jahre 795 von Karl dem Großen begründete "Awarische Mark" zurück, die durch Otto den Großen im Jahre 955 als "Bayerische Ostmark" neu eingerichet worden ist. Diese "Ostmark" wurde im Jahre 996 erstmals urkundlich als "Ostarrîchi" also "Ost Reich" bezeichnet. Die Bezeichnung "Austria" hat lateinische Wurzeln und geht auf das Wort "auster" zurück, womit jedoch "Süden" gemeint ist. "Österreich" heißt also "Ostland" und "Austria" heißt "Südland".

Quelle: Handbuch der geographischen Namen, Atlas der wahren Namen

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